Hallo ihr Lieben,
der Grund, warum ich diesen Post hier frueher veroeffentliche als sonst, is, dass ich dieses Erlebnis unbedingt hervorheben und mit euch teilen will.
Wir hatten heute "half day" at school. also nur sehr kurz und als ich da raus kam, dachte ich, dass ich am liebsten die gesamte Schule wechseln will! Ich fuehl mich selber ein bisschen verar@#$t, immerhin bin ich ja diejenige, die erst letzte Woche so sehr von ihrer Schuele geschwaermt hat. Aber der Grund fuer meinen emotionalen Tiefgang waren nicht etwa die Lehrer oder der Unterricht, beides ist einzigartig und prima, sondern meine Mitschueler.
Sie sind alle sehr nett zu mir, wirklich. Sie reden mit mir, machen mir Komplimente.. blabla...
Das Problem ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, mit einem von denen nachmittags was zu machen. Da ist einfach keiner auf meiner Wellenlaenge.
Ausser natuerlich Maria, das andere Maedchen aus Deutschland. Wir kommen prima miteinander klar und ich kann mit ihr auch ueber solche Sachen reden. Sie fuehlt sich genauso wie ich. Aber andere Leute... ich weiss nicht...ich glaub, meine schule ist einfach zu klein. Wir sind grade mal 200 Leute auf der Highschool. 11 davon sind Austauschschueler. Vielleicht sollte ich die mal auflisten, zumindest die Nationalitaeten: 2x Norwegen, 2x Thailand, 3x Deutschland, Finnland, Japan, Daenemark, Israel. Zudem kam noch, dass eine der Norwegerinnen mir den einzigen Typen, der fuer mich in Frage kaeme, weggeschnappt hat! GRRR!!
Wie auch immer, ich wollte nach diesem Tag einfach nur heulen, es ist schwer zu beschreiben, aber natuerlich musste ich an meine Freunde in Deutschland denken und wie schoen mein Alltag dort doch war und solche Sachen halt.
Noch schlimmer ist es, wenn du nichts hast, womit du dich ablenken kannst. Ich hab ca 2 Stunden in meinem Zimmer gesessen, Musik gehoert und dabei Solitaer gespielt. Oh yeah! Best time of your life!! -.-
Bissssssss...ja, bis mein Gastvater dann nach Hause kam. Er hat mich natuerlich gefragt, wie mein Tag so war und ich meinte "ok", aber er hat sofort gewusst, dass etwas nicht stimmt, also haben wir uns hingesetzt und ich hab ihm alles erzaehlt. Schon allein das hat unheimlich viel geholfen. Dan haben wir nach Loesungen gesucht, was ich aendern koennte und wir kamen zum Entschluss, dass Nachmittagsaktivitaeten das Beste fuer mich waeren.
Dann gabs Essen und weil ich mich wieder richtig gut fuehlte, haben wir auch richtig viel gelacht und wir haben uns wieder so einiges erzaehlt.
Danach bin ich in mein Zimmer gegangen, wollte nichts Besonderes machen.
Ploetzlich kamen dann alle rein und wir haben auf meinem Bett einen "Redekreis" gemacht und gemeinsam nach Aktiviteaten und Clubs gesucht und so einiges zusammengetragen.
Ich fand das so suess von denen und ich hab mich zum ersten Mal bewusst als ein Teil der Familie gefuehlt. Ich wusste, dass immer jemand da ist zum reden UND handeln und dass ich immer zu ihnen kommen kann, egal um was es geht. Das war einfach nur zu wunderbar, sodass ich jetzt anstatt mit Treanen in den Augen mit einem fetten Grinsen im Gesicht schlafen gehen werde :)
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