Sonntag, 25. Dezember 2011

Merry American Christmas!

Hallo da draussen, der Tag neigt sich dem Ende zu hier im 8 Stunden zurueckliegendem Amerika. Heute ist der 25. Dezember, also der eigentliche Weihnachtstag hier in den Staaten.

Vielleicht sollte ich erstmal erzaehlen, wie ich meine Ferien bisher verbracht habe. Nachdem ich wegen der Finals die ganze Woche ueber bis 2 Uhr morgens wach war um zu lernen, war ich dementsprechend erschoepft, als dann endlich die lang ersehnten zwei Wochen Ferien begannen. Also hab ich die ersten drei Tage nur halbherzig versucht, ueberhaupt irgendetwas zu machen, ich hab mich lieber gelangweilt anstatt mich auch nur in irgendeiner Weise anzustrengen. Ok, ich hab mich aufs Laufen konzentriert, jetzt da ich ja genug Zeit habe um wieder ein parr Zeitrekorde zu brechen :)
Am dritten Tag wurde es mir dann aber doch zu bunt, sodass ich mit meinen zwei Schwestern zur Mall gefahren bin, wo wir letzte Weihnachtsgeschenke und aehnliches besorgt haben. Zum Lunch sind wir in ein wundervolles Diner gegangen, wo es frischgebackenes Brot aller Art gab. Natuerlich hab ich gleich einen Laib "deutsches" Brot gekauft. Perfekt abgerundet wurde der Tag, als ich die beiden zu Starbucks eingeladen habe, woich einen wirklich wirklich wirklich perfekten Frappuccino genossen habe. Am naechsten Tag haben Noelle und ich dann Plaetzchen gebacken und dekoriert, es hat ewig gedauert die Dinger zu verzieren, aber es hat sich geloht. Dass wir verdammt viel Spass hatten ist nur ein Nebeneffekt :)
Am naechstem Tag hatten Autumn und ich Gitarrenunterricht, wofuer wir beide eine Learn-to-play-Liste zusammengestellt haben, die wir dann eisern durchackern werden! Am naechsten Tag sind wir zum Abendessen zu Little Anthonie's ausgegangen, ein ausgeflipptes 50er Restaurant mit origineller Bedienung und himmlisch leckerem Essen. Danach sind Karen, Noelle und ich nochmal zu Winterhaven, einer Nachbarschaft, die es sich zur Tradition gemacht hat, ihre Haeuser so ausgefallen wie moeglich zu schmuecken, gefahren um das Werk dann zu betrachten. Die machen das voellig freiwillig und kostenfrei, aber es ist ein Riesenevent, Spezialeffects, Essensstaende und Kutschenfuehrungen inklusive. Und dann war auch schon Christmas Eve, also der 24. Dezember. Nachdem wir unseren Teil des Essen vorbereitet haben und ich natuerlich mit meiner Familie in Deutschland geskypt habe sind wir rueber zu Oma und Opa gefahren, wo spaeter alle eintreffen sollten fuer das grosse Weihnachtsessen. Todd, Autumn und ich sind dann zu seiner Mutter gefahren, der es grade garnicht gut geht. Sie hat schlimme Diabetes und sollte deswegen operiert werden, hat dann aber eine Herzattacke bekommen, sodass alles verschoben werden musste. Wir haben ihr einen dekorierten Mini-Tannenbaum gebracht und natuerlich auch Geschenke, aber sie war so schwach, dass sie kaum reden konnte. Wir sind dann erstmal wieder zurueck, damit sie sich ausruhen kann. Das Weihnachtsessen war anders, gaaanz anders als ich es kenne, war aber trotzdem fantastisch. Stuffing, Bean- und Corncasserole sind garnicht mehr wegzudenken von einer Festlichkeit wie dieser. Trotzdem hats die pumpkinrole auf Platz 1 meiner Favorieten geschafft. Nachdem alle satt und gluecklich waren, haben sich natuerlich diese kleinen Gespraechgrueepchen gebildet und ich hab mir vorgenommen, mit allen 16 Leuten zu reden, bin aber dann am Vater meiner Tante haengengeblieben, der extra von Florida hergekommen ist. Ein oder zwei Stunden sind so verflogen, bis meine kleinen Cousans Geschenke oeffnen wollten. Normalerweise oeffnet man die hier in Amerika erst am Morgen des 25., aber da wir auch Geschenke von Oma und Opa und untereinander hatten, mussten wir einige wohl oder uebel schon am Abend davor oeffnen. :) Als dann alles aufgeraeumt war und jeder nach Hause wollte, musste Todd Grandma ins Krankenhaus fahren, um ihren Zustand zu stabilisieren, weswegen er bis drei Uhr morgens nicht nach Hause kommen konnte. Heute morgen haben wir dann erstmal Fruehstueck vorbereitet und dann unsere eigentlichen Geschenke ausgepackt. Ich bin unglaublich gut weggekommen diese Weihnachten und auch alle anderen waren total ha[[y ueber ihre Geschenke. Bevor wir dann gefruehstueckt haben, hab ich ihren eine polnische Tradition nahegebracht, wo man gesegnete Oblaten teilt und sagt, wofuer man dankbar ist und was man den Personen fuer die Zukunft wuenscht. Das hat dann in einem grossen emotionalem Geheule geendet, weil sie mir gesagt haben, dass ich zu ihrer Familie bin und dass sie mich lieben und dann wurden alle sentimental und wir Maedels konnten die Traenen nicht mehr an uns halten. Aber sie fanden diese Tradition wirklich schoen, weswegen ich ihnen jetzt jedes Jahr diese Oblaten schickten werde :D Auch heute hab ich wieder mit meiner Familie und zum ersten Mal auch mit meinem grossen Cousan geskypt, a lot of fun!!
Am Nachmittag sind wir zu Grandma ins Krankenhaus gefahren, ihr Zustand hat sich stabilisiert, aber sie wollten sie fuer einige Tage drinnbehalten, um herrauszufinden, welche Operation ihr am besten entsprechen wuerde. Sie war etwas verwirrt und ziemlich muede, weswegen wir nicht lange geblieben sind. Fluch der Karibik 4 hat den Abend dann kuschelig beendet.
Und da ist's auch schon vorbei, das wohl beliebteste Fest des Jahres...

Ich hoffe, ihr hattet auch alle besinnliche Weihnachten und wuensche euche einen guten Rutsch ins neue Jahr!!
Alles Liebe,
eure Karo

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Finals

Ich bin erledigt! Die ganze letzte Woche bin ich bis 1 oder 2 aufgeblieben, um fuer meine Semesterpruefungen zu lernen!Jeweils 3 Pruefungen taeglich und morgen muss ich meine letzte beenden, dann bin ich durch. Aber ich hab ein gutes Gefuehl mit denen. In english und psychology hab ich ein A, in business aber nur ein B. Die wichtigste Note fuer mich ist aber immer noch Psychology und Government. Das eine, weil es mir Spass macht und das andere, weil es ne verdammt harte Klasse ist.

Ich hab das Gefuehl, dass ich letzte Woche unheimlich viel gemacht habe, aber ich kann mich nicht erinnern..ach ja!

Am Freitag wollte ich mal wieder bei Ingvild uebernachten, aber da ich nicht ihren Schulbus nehmen kann (verboten!!) und so mussten wir jemanden finden, der uns zu der Mall fahren konnte, das ist fuer viele einfacher als jemanden nach Hause zu fahren. Aber jemanden zu finden, der entweder Zeit, Lust oder ueberhaupt ein Auto hatte, um uns zu fahren, war nervenaufreibend! Letztendlich musste mein Freund extra zur Schule zurueckfahren, uns abholen, zur Mall fahren um dann wieder nach Hause zu duerfen. Dafuer hat er dann aber nen Kinogutschein bekommen, immerhin etwas :)In der Mall wars dann ziemlich langweilig, wir kennen bereits alles dort und wenn man dort so oft ist wie wir, wirds nervig. Also haben wir unseren Starbucksbesuch abgehakt und wurden dann von Ingvild's Gastmutter abgeholt, die grade von nem Date kam. Mit 62. Ich liebe diese Frau! :D
Bei ihr zu Hause angekommen haben wir uns dann "a christmas carol" angeguckt, aber eher ueber Jungs und die Welt getratscht. Am Morgen dann wieder Zumba class, es macht Spass, auch wenn wir genau das selbe gemacht haben wie letztes Jahr. Gail hat mich dann nach Hause gebracht und von da gings direkt zu Oma zusammen mit Noelle und Autumn, wo wir Lebkuchenhaeusschen gebacken haben. War sehr witzig und es hat gut getan, mal wieder etwas deutsch zu sprechen. Danach hab ich mich mal wieder dem lernen gewidmet, da waren so viele Dinge, die ich aufhatte, die ganzen Wiederholungsblaetter waren wahrscheinlich anstrengender als die Finals selber.

Ok meine Lieben, ich bin erschoepft, aber gluecklich.
Mathe, ich komme!
Bis bald!

Sonntag, 4. Dezember 2011

Es weihnachtet, weihnachtet sehr...

Uff das war eine lange Woche! Zumindest die Schulwoche, das Wochenende ist eh immer zu kurz. Ich sitze hier grade umringt von Decken und Kerzen, Gebaeckduft in der Luft und Jingle bells aus dem Radio.

Klingt wundervoll weihnachtlich, nicht wahr?
Trotzdem ist es schwer, in Stimmung zu kommen, wenn man manchmal sogar nur im T-Shirt raus kann. Trotzdem SEHE ich Schnee, immerhin sind wir von Bergen umgeben. Das ist es, was ich an Arizona so liebe: Man hat hier alles, Wueste, Schnee, Berge und gigantische Seen. Die Artenvielfalt ist einfach unbeschreiblich, wir haben alles, von Hirsch zu Kolibri, von Klapperschlange zu Bergloewe und sogar von Braunbaer zu Schildkroete!!

Schule war wie immer, aber die Finals sind im Anmarsch, das heisst lernen, lernen, lernen. Am meisten hab ich vor Government und Business Angst, die Klausuren gehen ueber 200 Fragen.

Am Freitag war Maria's Geburtstagfeier. Es war eine formelle Schwarz-Weiss Party, also Kleid, hohe Schuhe und Haare machen usw.
Am Anfang gab es Komplikationen ueberhaut auf Base zu kommen. Die Base ist eine Wohnsiedlung, eher eine kleine Stadt in Mitten von Tucson, die ausschliesslich von Militaerpersonal und deren Familien genutzt werden darf. Man braucht einen speziellen Pass um durch eines der sicherheitskontrollierten Tore zu kommen,das ganze Gelaende ist mit einem Zaun umringt. Besucher muessen sich anmelden und abgeholt werden. Es wurde also ziemlich kompliziert, als da ploetzlich 20 aufgeterkelte Teenager im Warteraum sitzen. Wie auch immer, einmal drauf auf Base, gings in einen gerententen Raum mit DJ, Discokugeln und Snackbar. Die erste halbe Stunde war ziemlich gewoehnungsbeduerftig. Der DJ fing grad erst an aufzulegen und die Leute mussten in Stimmung kommen. Grade als ein Freund mich gefragt hat, ob ich tanzen will, fing ein Slowdance an und ich musste ihm beibringen, wie man tanzt.. peinlich!
Aber danach wurde es immer besser und natuerlich, wenns am besten ist, muss man aufhoeren. Also wurden Ingvild und ich von unserer Koordinatorin, welche ja gleichzeitig auch Ingvilds Gastmutter ist, abgeholt. Ich hab dann bei ihr uebernachtet und am naechsten Morgen sind wir in aller Fruehe zu unserer ersten Zumba-Stunde aufgebrochen. Es hat unheimlich viel Spass gemacht!! Es war einfach ein Mix aus so ziemlich allen Tanzstielen, immer mit einer sexy Unternote, sodass es einem automatisch ein Laecheln auf die Lippen zaubert. Nachdem wir geduscht und frischgepressten Orangensaft hatten, gings dann zur schuele, wo dieses Wochenende ein Fruehstueck mit dem Weinachtsmann stattgefunden hat. Leider kamen wir erst gegen ende an, sodass wir nur mit einem sperlichen Fruehstueck davonkamen. Da uns zu der Zeit keiner nach Hause fahren konnte, hat uns -also Ingvild, Julie Laura und ich- ein Freund erstmal zur Mall gebracht, wo uns Todd nach zwei Stunden, einem Starbucksbesuch und diversen kleinen Besorgungen abgeholt hat. Wir haben Julie nach Hause gebracht und dann Rio, eines unserer Pferde fuer den Transport fertig gemacht. Gestern sollte naemlich ein Krippenspiel in der Kirche stattfinden und dann wollten sie Rio als Eselersatz. Leider hat es dann geregnet, sodass das ganze Stueck ins Wasser fiel und wir wieder nach Hause fahren durften.
Ich bin dann ziemlich frueh ins Bett, weil ich heute um 5.50 h aufstehen musste, um mich fuer meinen ersten 10km Lauf fertig zu machen. Um 7 waren wir dann bei der Schule, wo mein running coach mit einem Minibus wartete, um uns alle zum Rennen zu bringen. Es war kalt. Es war hart. Ich war allein. ... Doch ich habe den 1. Platz fuer meine Altersgruppe geschafft!!!! Allerdings bin ich in Traenen der Trauer durchs Ziel gerannt, am Ende sind mir ploetzlich meine Freunde in Deutschland in den Kopf geschossen und auf einmal hab ich sie so sehr vermisst wie noch nie. Ich konne die Traenen einfach nicht halten und sogar mein Coach musste mich knuddeln, weil ich mich nicht einkriegen konnte. Ingvild, Julie und Laura haben dann auch angefangen zu weinen, 4 Austauschmaedchen heulend in Ziel... was fuer ein Anblick!
Endlich zu Hause angekommen, hab ich wie immer mit meinen Eltern telefoniert und dann geduscht. Ich war ziemlich verspannt, also binn ich gleich hintendrann in den Whirlpool gesprungen, um mich anschliessend vom Chiatsu-Kissen massieren zu lassen.

Jetzt werd ich mich den Hausaufgaben widmen, also:

Alles Liebe
und viele Gruesse aus dem vielfaeltigsten Staat Amerikas!
Eure Karo :)

Sonntag, 27. November 2011

Thanksgiving :)

Wow, es ist schon fast einen Monat her, seitdem ich hier was gepostet hab. Und ein Monat ist viel, besonders hier in Amerika. Man hat nur 10 davon...

Das bedeutet uebrigens Halbzeit! Am 17. Dezember ist es dann soweit und es geht bergab. Es ist erschreckend, wie schnell das ging.

Ok, jetzt hab ich drei Wochen nachzuholen:

Zuallererst... Zeitumstellung, Arizona hat keine, also ist der Unterschied zwischen Deutschland und hier nur noch 8 Stunden :D
Dann: Madsen-Konzert!! Madsen ist eine recht bekannte deutsche Band und wo spielen sie?? An der Schule meiner Schwester :D Das Konzert war einfach genial und danach hab ich meinen Schuelerausweis autogrammieren lassen, von allen 5! Natuerlich kommt man dann auch ins Gespraech und so hab ich dann ungefaehr 15 Minuten mit ihnen ueber Gott und die Welt geredet. Ziemlich cool :D

Tage verstreichen, in der schule ist immer noch alles wundervoll, es macht einfach Spass. (Ich bin grad ziemlich sauer auf mich, dass ich so viel Zeit hab verstreichen lassen, da so viel zu erzaehlen ist..)

Ok, dann waere da noch der Fakt, dass ich Paranormal Activity geschaut habe und KEINE Angst hatte, ich fand den Film ein bisschen langweilig um ehrlich zu sein.

Das Wetter hier ist ziemlich kalt geworden, nur noch 15 Grad :D

Meine Schwester war im Krankenhaus fuer 2 Tage, sie haben Blinddarm vermutet, aber dann hat es sich doch als harmlos herausgestellt. Das war ziemlich gemein, weil ich den ganzen Tag auf ne Nachricht von ihr gewartet habe, und dann wurde ich ins Sekretariat gerufen, wobei ich das schlimmste erwartet habe, und dann wars doch nur ein Sehtest, den die Schule mit mir durchfuehren musste.

Nicht zu vergessen: Veteransday! Warum? Weil Wir da Schulfrei hatten :D Julie hat ihren Geburtstag gefeiert an dem Tag, sodass wir zuerst Dinner hatten und danach 2 Filme geschaut haben. War ziemlich lustig, mal endlich wieder einen Maedchenabend zu haben, aber wir waren zu viele (10 glaube ich), sodass wir mehr oder minder in Grueppchen gefeiert haben. Als es dann Schlafenszeit hiess, haben Maria und ich ein Kinderbett bekommen, das wir uns dann geteilt haben. Mein Nacken war so steif am Morgen, dass ich heulen wollte. Aber gut, dafuer ist man Teenager um verrueckte Sachen zu machen. Am naechten Tag sind wir dann in die Mall um nen dritten Film zu schauen... yey -.- Ich wurde dann von Oma abgeholt, mit der wir dann zu Uncle Mike's Geburtstagsfeier gefaren sind. Dort haben wir dann die ganze Nacht mit Twister spielen verbracht.

In der woche darauf hab ich mich dann fuer den East-Coast-Tripvon aspect und gegen den Senior-Trip der Schule entschieden. sehr viele Menschen haben abgesagt, was heissen wuerde, dass 8 austauschschueler und 4 Seniors fahren wuerden. Ziemlich traurig...
Auch die Sache mit der drivers Licence wuerde ins Rollen kommen, ich brauch nur noch den unterschrieben Zettel aus Deutschland, dann bekomme ich meine Erlaubniss.

Was auch seit da wirklich angefangen hat, war das texten, also simsen. Es ist unglaublich, wie oft und viel Amerikaner texten! Ich musste meinen Speicher schon 2x loeschen, was heisst, dass ich 4000 SMS bekommen und eben so viele wieder versendet habe.... Mit einem Jungen schreib ich praktisch pausenlos, von 10 Minuten nach dem Aufstehen, in der Schule, nach der Schule und bis mir dann die Augen zufallen. Dabei schreibt man dann ueber alles, die haeufigste Frage ist, was man grade so macht und dann baut man eine Konversation darauf auf. Ich wuerd mich viel lieber mit den Leuten unterhalten, aber man sieht sich nie, weil alle so weit weg wohnen! Deswegen glaube ich, hat sich das hier so verbreitet.

Was ich euch auf jeden Fall erzaehlen muss, ist der Log-in! Alle die kommen wollen, werden eine Nacht in der schule eingesperrt. Ich weiss, hoert sich nicht besonders spannend an, aber in jedem Raum war etwas anderes aufgebaut: Da war ein Movie-Raum, ein Brettspiel-Raum, einer fuer Wii und x-Box, wo hauptsaechlich, aber nicht nur, Jungs Egoshppter gezockt haben, ein Raum fuer Karaoke, fuer Just-dance, draussen haben wir Fussball gespielt und und und. Man musste aber eine Stunde seiner Zeit fuers Decken-machen opfern, was auch mehr spass als Pflicht war. Die wurden dann armen Kindern fuer Weihnachten geschenkt. Es gab natuerlich auch einen Maedchen- und Jungssaal, wo man schlafen konnte, aber die meisten sind die ganze Nacht aufgeblieben, was ja auch erlaubt war. In dieser Nacht hatte ich eine sehr tiefsinnige Konversation mit einem Jungen ueber Gott, ich wollte wissen, warum er Glauben hat, seine Antwort war irgendwie naiv und faszinierend zu gleich: Wenn du nich an Gott glaubst, ist er nicht dein Freund. Er hat klargemacht, dass das nicht heisst, dass er dich nicht liebt wie jeden anderen oder nicht fuer dich da ist, aber diese Antwort hat nich dann doch ins Gruebeln gebracht.
Der Log-In endete um 7 morgens, nach einer unheimlich witzigen Nacht voller Twister-Hintern-Bilder, suessen Filmen, Essen, Gespraechen, Freundschaft und Lachen. Danach war ein fund raiser, ein event, wo man Geld fuer einen bestimmten Zweck, in unserem Fall der senior-trip, sammelt. Total muede und ohne Fruehstueck haben Ingvild -die Norwegerin und ich ne Fahrt in Auto meines Kumpels bekommen. Als wir dann ankamen, war die enttaeuschung recht gross. Unsere Schule hate so ne Art Flohmarktstand, nur dass wir dort abgeschieden und ganz alleine waren. Die Sachen, die wir verkaufen wollten, waren eigentlich Muell und wir waren grademal 6 Menschen dort. Da sowieso niemand kam, sind wir erstmal los zum Supermarkt und haben uns Fruehstuck und Kaffee besorgt, um im Nachhinein wieder Twister zu spielen. Insgesamt haben wir dann $25 eingenommen, durch 6 macht das dann $4 fuer jeden. Fuer 6 Stunden... Ich war erledigt!
Ingvild hat bei mir uebernachtet, weil sie grade Familien gewechselt hat und jetzt mit meiner Koordinatorin zusammenwohnt. Wir sind sofort ins Bett gekippt. Um 6 Uhr abends sind wir dann wieder aufgewacht, haben einen film geschaut und sind wieder schlafen gegangen. Das war so ziemlich das Wochenende.

Und da sind wir auch schon am wahrscheinlich spannendsten: Die letzte Woche!
Wir hatten eigentlich nur Montag und Dienstag Schule, denn Mittwoch war Field-day. Das Ist sowas wie Sportfest in Deutschland, nur besser. Der running club hat 4 Laeufe fuer jede Schuelerstufe organiziert, sodass ich den ganzen Morgen mit schleppen, organisieren und Spass haben beschaeftigt war. Dann waren nacheinander das Grundschul-Rennen, das Mittelschul-Rennen und 2 Oberstufen-Laeufe. Ich war also ziemlich bschaftigt mit rumrennen und rumscheuchen. Danach hatten wir ein BBQ als Lunch und es gab sogar richtig leckere Veggie-Burger! Ingvild und ich sind dann nochmal joggen gegangen, wir hatten Bewegungsdrang. Und weil wir so unheimlich sportlich sind, haben wir danach noch Fussball gespielt. Das war der Moment, wo ich entschieden habe, im Schulteam mitzuspielen :D
Am selben tag hat uns unsere Koordinatorin zur Foothill Mall gefahren, eine komplett ueberteuerte und langweilige Mall. Deswegen sind wir dann ziemlich frueh zu einem unheimlich guten Italiener gefahren und haben interessanten stories von userer Koordinatorin gelauscht. Muede aber gluecklich sind wir dann nach Hause kutschiert worden.

Am naechsten Tag war ......... THANKSGIVING!! YEY :D
Ein einziges Futterfest, wirklich! Mehr macht man da nicht! Die ganze Familie kommt zusammen zum Essen! Der Hintergedanke ist natuerlich ganz nobel, man dankt den Indianern fuer ihre Hilfsbereitschaft vor 300 Jahren und feiert die gemeinsame Freundschaft. Da ich immer noch Vegetarierin bin, gabs keinen Truthan fuer mich, aber der Rest war einfach unglaublich lecker. Ich hab von allem nur etwas probiert, war aber trotzdem so voll, dass mir uebel wurde. Danach sind wir alle zusammen auf einen Spaziergang gegangen, was viel Fun war, da wir einen Ball gefunden haben, mit dem wir dann dien ganzen Weg ueber Fussball gespielt haben. Wir haben dann noch Oma geholfen, ihre Kueche aufzuraeumen und mussten auch schon los, um die Pferde zu fuettern. Am naechsten Tag war Black Friday, wo alles reduziert ist in den Laeden. Koennt ihr euch vorstellen, wie viele Menschen und nen reduzierten Staubsauger kaempfen wuerden? Ungefaehr 10!! Die Malls waren so vollgestopft, dass man kaum laufen konnte. Letztes Jahr gabs sogar Tote! Ein Mann wurde einfach von den Massen niedergetrampelt... es war furcherregend, zu was fuer Monstern Mensschen werden, wenn es ums Geld geht. Meine Familie, besonders Autumn wollte shoppen gehen, also wollten wir alle hin, aber dann meine Koordinatorin angerufen, dass es in Phoenix ein deutsches Austauschmaedchen gibt, mit der es ein parr Probleme gibt. Sie wollte sie fuers Wochenende runter nach Tucson bringen, damit sich die Situatin herausstellt und Klaert, also wuerde sie das ganze Wochenende mit mir bleiben. Zuerst war ich unheimlich aufgeregt, hat sich ja spannend angehoert. Wir, also meine Koordinatorin, Juli und Ingvild -Norwegen, und ich sind nach Phoenix, wo wir dann Sarah, das Maedchen abgeholt haben. Von da sind wir dann in die Phoenix-Mall, wo wir zuerst unglaublich leckeren Lunch hatten und uns danach ins Getuemmel der Mall am Black Friday gestuerzt haben. Nach einer erfolgreichen Ausbeute und einem Besuch bei Starbucks gings dann zurueck nach Tucson, wo Sarah dann bei mir uebernachtet hat. Sie war ziemlich schuechtern und nicht ganz meine Wellenlaenge, aber wir sind gut klargekommen. Am naechsten Tag sind wir dann in die Park Place Mall, wo ich mich schon Tage bevor mit Maria, Niklas (Deutschland) und seinem Gastbruder Tyler treffen wollte. Henry wollte auch noch dazustossen, aber am Ende konnten beide, Henry und Maria, nicht kommen. Es war trotzdem witzig, auch wenn uns oft Gespraechsthemen gefehlt haben. He had a good time :D
Gail, unsere Koordinatorin hat Sarah und mich dann abgeholt (weil sie wollte) und wir sind zu ihrem Hause gefahren, wo wir ihr erstmal ausfuehrlich, also ca 2 Stunden lang ueber Deutschland erzaehlt haben. Google Maps war ein grosser Helfer! Dann kam auch Ingvild, welche ja jetzt dort wohnt, von einem Spiel nach Hause und kurz darauf kam dann auch Julie, sodass wir einen prima Maedchenabend hatten! Lecker Pasta und ein Film durften da natuerlich nicht fehlen. Leider war der Film ziemlich abstossend, sodass wir alle mehr gesimst als geschaut haben. Dabei hat es uns fast eine Stunde gekostet, diesen Film auszusuchen!! Wie dem auch sei, irgendwann war dann wieder Bettchenzeit. Gail und ich waren die ersten, die aufgestanden sind und so haben wir es uns mir ein paar Zeitschriften, Decken und Kaffe gemuetlich gemacht. Nachdem auch der Rest der Damen aufgestanden ist, gings dann nach Hause fuer uns alle. Von dort sind wir dann in die Kirche, weil wir alle im diesjaehrigen Krippenspiel mitmachen, ich bin ein Engel! Es ging aber nur zur Anprobe der Kostueme, ich hab immer noch keine amerikanische heilige Messe miterlebt. Danach mussten wir noch einige Dinge einkaufen und seitdem ich nach Hause gekommen bin, hab ich hieran gearbeitet.

Also, das waren 3 neue Wochen aus dem Leben einer Karo :D

Liebe Gruesse!!

Dienstag, 1. November 2011

Die beste entscheidung meines Lebens?!

Hola mi amigos!

Es ist wieder mal viel Zeit verstrichen seit meinem letzten Post.

Gestern war Halloween und ich bin mit Tobi, Steven, Kyle und Chris zur 4th avenue gefahren, wo wir ein unglaubliches Burgerrestaurant entdeckt haben. Nix mit suesses oder saures, wir moegens herzhaft ;) Und da sind wir schon bei meinem ersten gestaendniss: Ich bin Vegetarierin!! Und ich bin sehr gluecklich damit. Ich vermisse Fleisch noch nicht mal! ABER ich wuerde niemals meinen geliebten Fisch aufgeben. Fisch is ja kein Fleisch ... :D Deswegen hatte ich auch nur Fritten und nen Salat, war auch lecker.

Erinnert ihr euch noch an meinen emotionalen Breakdown von vor 2 Moaten oder so? Wo ich meinte, dass ich mich einfach nicht mit Amerikanern anfreunden koennte? Nun, ich habe hier jetzt mehr Freunde als in Deutschland. Ich kenne nicht halb so viele Leute hier, aber die die ich kenne habe ich einen Grund, sie Freunde zu nennen.

Tschuldigung, wegen meinem komischen Deutsch,meine Grammatik wird immer schlechter. Ich hab Angst, dass ich kaum noch 2 saetze hervorbringe, wenn ich dann mal wieder daheim bin. Und da sind wir schon beim naechsten Thema dieses Abends, welches sich auf den Titel bezieht und vielleicht am besten mit einem Stueck meines Tagebuchs zu beschreiben ist:

Ich vermisse Deutschland sehr. Ich habe hier viele Freunde, eine Familie, Tiere um mich herrum genauso wie Natur. Ich habe hier alles, was ich will. Das Problem ist nur, dass ich davon 10x mehr, dass ich es besser in Deutschland habe. Ich hatte all diese Geschenke in Deutschland, ich hab sie nur nicht genutzt, ich war nicht dankbar dafuer. Ich hab sie als selbstverstaendlich angenommen. Haette ich dieses Auslandsjahr nicht, waere ich wahrscheinlich immer noch ungluecklich mit allem, wuerde ich wahrscheinlich immer noch am Tag meines 18. Geburtstags ausziehen wollen, haette ich wahrscheinlich immer noch kein Leben. Jetzt kenne ich mich, meine Grenzen und den Umstand, dass ich diese Grenzen beliebig verschieben kann, wenn ich nur will. Ich habe gelernt zu leben. Ich habe Ziele, und ich werde sie realisieren. Mein grosser Psychologietraum besteht immer noch und ich weiss, dass ich diesen Traum verwirklichen werde, eines Tages. Vielleicht kann ich wirklich sagen, dass dieses Auslandsjahr das beste meines Lebens war.

Eigentlich hab ich nicht grosse Lust, hierzu noch etwas hinzuzufuegen, deswegen verabschiede ich mich an dieser Stelle.

Machts gut,
eure Karo.

Montag, 24. Oktober 2011

Der Alltag kehrt zurueck.

So, die zweite Woche nach den Ferien hab ich gemeistert, Autogramme gibts spaeter. Halloween kommt naeher und wir sind alle fleisig am vorbereiten. Aber alles von vorne:

Schulwoche: normal. Ich hab mich total in den Rhytmus eingelebt und bin gluecklich. Ich hab immer mehr Freunde hier, was ich noch vor 2 Monaten nie geglaubt haette (falls ihr euch an meinen kleinen Zusammenbruch erinnert).
Wartet, normal war diese Schulwoche nicht ganz. Am Donnerstag bin ich mit 53 anderen Mitschuelern auf eine FBLA-Konferenz gefahren. (Future business leaders of America)Konferenz hoert sich ziemlich foermlich an und auch die Informationen, die wir bekommen haben, klangen ziemlich trocken. Wie auch immer, als es dann losging, war der Bus zu voll, sodass kurzerhand Maria (deutsche Austaschschuelerin) und Henry (einer meiner neuen Freunde) mit dem Schuldirektor gefahren sind. Hoert sich grauenvoll an? War genau das Gegenteil. Lehrer hier in Amerika sind viel offener, ich glauber die meisten Lehrer hier wissen mehr ueber mich als einige Bekannte. So auch der Direktor. Er ist unheimlich witzig und er hat uns Drinks gekauft. Insofern war ich besser drann, mit ihm zu fahren, als mit dem Bus. In Phoenix angekommen, wird mir klar, was diese Konferenz eigentlich ist: eine einzige fette Schulparty! Musik ueberall, gute Musik (groesstenteils, allerdings auch das erste mal,, dass ich Justin Bieber gehoert habe) und ungefaehr 2000 motivierte Schueler. Nach ein parr heissen reden von saemtlichen Presidents etc. gings dann ab in die 3 Workshops, die wir waehen durften.
Alle drei waren ziemlich interessant, gut aufgebaut und informativ. Natuerlich hatte alles einen edukativen Aspekt, trotzdem wurde viel Witz und Humor untergemischt. Voller Tatendrang und Motivation gings danach zu Castles & Coasters, einem Funpark. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich ein ziemlicher Angsthase bin. WAR. Ich hab ALLES ausprobiert,ob Achterbahn, Screamtower oder Wikingerboot, ich hab alles am Stueck und ohne zu zoegern durchgezogen. Das wuerde dann auch den hinterher entsprechenden Grad an Uebelkeit erklaeren, weswegen Maria mir eine Uebelkeitstablette gegeben hat, bei der ich mich wie auf Drogen gefuehlt habe. Tief in der Nacht sind wir dann zu Hause angekommen und am naechsten Tag war wirklich Schule. Ehre dem Kaffeeerfinder!
Am Samstag hatte ich dann mein erstes rennen mit dem Running-Club, es war unglaublich. Auch wenn meine Partnerin mir verschwiegen hat, dass sie Asthma hat und ein Krankenwagen kommen musste. Am selben Tag bin ich zu meinem ersten amerikanischen Teenager-Geburtstag gegangen. An diesem Punkt moechte ich allen eifach beibringen, wie Deutschland feiert. Zuerst war es ziemlich langweilig, wir standen nur herrum. Danach sind wir aber bowlen gegangen und das Eis ist gebrochen. Wir hatten unheimlich viel Fun und ich hab ein parr nette neue Leute kennengelernt. Einer der Jungs hat mir einen Teddybaer geschenkt, den er grade gewonnen hatte, und glaubts oder nicht, dieser Baer hatte ne polnische Etikette. Yey :D
Am Sonntag hab ich dann zuerst geholfen, den Garten zu dekorieren, immerhin ist naechste Woche die Halloween/Geburtstagsparty. Und ehrlich gesagt, ich moecht nicht da draussen sein, wenns dunkel ist. Ueberall sind Figuren und Spinnen und Monster und so'n Zeugs, nichts fuer mich. Trotzdem, I'm looking forward to next week!
Heute war mein erster Tag als Vegetarierin. Ich sehs positiv, immerhin gibts Veggieburger und es ist auch nur fuer einen Monat. Zum ausprobieren.

Also, das wars mal wieder von mir,
machts gut,
alles Liebe,
eure Karo!

Samstag, 15. Oktober 2011

Fall break part 2 + erste Woche nach den Ferien

Tschuldigung, dass es so lange gedauert hat, bis ich mich mal wieder melde, aber ihr kennt das ja, in der ersten Woche nach den Ferien ist viel los.

Aber zuerst zurueck nach Colorado.

Colorado hat einfach eine atemberaubende Landschaft! Der ganze Staat scheint wie ein einziges Gemaelde zu sein. Am ersten Tag unserer Reise sind wir im Norden Arizonas angekommen, wo wir eine Berghuette besitzen. Arizona ist unglaublich vielfaeltig, bist du im Sueden hast du Wueste, bist du im Norden hast du Berge und Schnee. Ich hab mich da wirklich fast wie zu Hause gefuehlt. Am naechsten Tag gings dann durch den Staat New Mexico, hauptsaechlich duch ein Indianer-Reservat. Dieser Staat ist das absolute Gegenteil von Colorado. Du hast nur flache Flaechen und du siehst meilenweit...nichts!! Noch nicht mal nen Baum!! Um ein paar Lebensmittel zu kaufen, haben wir bei Walmart angehalten und ich hab mich gefuehlt wie in einem anderen Land, ueberall waren Indianer. Allerdings waren die modern, was so gar nicht zu meiner Vorstellung eines Indianers gepasst hat. Wir hatten etwas Pech, dass wir am 3 Oktober da waren, der Laden war ueberfuellt, da alle das Harz IV von Amerika und somit die Geldchecks bekommen haben. Der groesste Teil der Einwohner dort ist arbeitslos, mit grossen Familien um mehr Geld vom Staat zu bekommen.
Die Nacht haben wir dann in einem Campground-Haus in Durango verbracht. Eigentlich wollten wir am naechsten Morgen den Touristenzug durch die Gegend nehmen, aber es war bitterkalt ( Ich Dummi jogg' da in Shorts und Top rum), sodass wir nach Silverton, einem suessen kleinen Touristenstaedchen, umgeben von Bergen, gefahren sind. Dort hab ich mir erstmal ein warmes Sweatshirt gekauft und... OMG.. Fudge!! Das ist so eine Art Schockoladenmasse in allen moeglichen Geschmaecken und ein auserordentlich guter Ersatz fuer amerikanische Schokolade. Danach gings weiter in den Norden, bis nach Montrose, wo Todds Eltern leben. Die beiden sind sehr sympathisch, besonders Grandpa, wir haben dauernd gelacht. Am ersten Tag sind wir in den Black Canyon gefahren, ein wunderschoenes Naturkunstwerk. Aber es war unglaublich kalt und wir hatten Schnee! Im Oktober! wow. Danach sind wir zu einem Wasserfall gefahren, der sich in einem interessanten Muster durch den Stein gefressen hat. An Tag Zwei waren dann die Warmwasserquellen dran, einfach unglaublich, in 40 Grad heissem Wasser zu sein und gleichzeitig schneit es auf deinen Kopf. Am naechsten Tag sind wir mehr oder weniger ziellos durch die Stadt gefahren, mal hier mal da angehalten und bestaunt, was Montrose alles so zu bieten hat. Und dann hiess es auch schon wieder ab nach Hause, diesmal allerdings nur zwei Tage, weil wir eine andere Route genommen haben. Fall-break war wunderschoen. Ich merke allmaehlich, wie's mit meinem Deutsch hapert, ich wollte grad schoen mit h schreiben... Sprechen wird auch immer komplizierter, ich bekomme so einen schreklichen amerikanischen Akzent und hab selber Probleme, gewisse Laute auszusprechen. Alles hat seinen Preis.

Erste Woche nach den Ferien: In der Schule laesst man's erstmal langsam angehen, man will uns ja nicht ueberlasten. Sehr ruecksichtsvoll die Lehrer hier. War toll, alle mal wiederzusehen, die ersten zwei Tage waren alle hyperaktiv, wir haben in Psychologie mit MarkernStarwars gespielt. Zum Ende der Woche wurde dann jeder missmutiger, weil alle muede waren, sodass wir kaum geredet, sondern eher vor uns hinvegetiert haben wie Zombies.
Letztendlich war dann jeder gluecklich, dass Wochenende ist, am Freitag hatte ich unglaubliche Kopfschmerzen. Nach zwei Pillen und zwei Stunden Schlaf war ich dann bereit, zum homecoming der groessten Schule der Gegend anzutreten, hat sich gelohnt. Ich hab ein parr von Marias, der deutschen Austauschschuelerin, anderen Freunden kennengelernt und es war viel besser als der letzte homecoming-Ball. Diese homecomings sind praktisch meine Partyersaetze, aber je oefter ich zu einem hingehe, desto mehr vermisser ich deutsche Partys. Heute, also Sonntag sind wir zum Tucson-meet-yourself-Festival gegangen, so ahnlich wie Festival der Kulturen in Berlin, nur dass alles Staende hatte. Ich hab sogar polnisches Essen gefunden, aber es war nicht halb so gut wie ich es kenne und die Bedienung konnte kein Polnisch ^^ Danach sind wir zur 4th Avenue zum shoppen, ich hab ein Halloween-Kostuem!!! So ne Art asiatische Prinzessin, aber auf jeden Fall besser als mein unkreatives Hexenkostuem. Tut mir leid, meine Lieben, aber ich bin total muede und ich muss noch lernen, vier Tests tomorrow, happy Birthday!! -.-

Liebste Gruesse,
eure Karo

Montag, 3. Oktober 2011

Fall break part 1

Hola chicos, que tal?
Das ist so ziemlich das meiste, was ich aus dreijaehrigem Spanischunterricht behalten habe. (Natuerlich nicht wirklich, aber es fuehlt sich so an)
Hier sind wirklich viele Spanier, sodass sogar manche Werbungen nur in spanisch sind. Auf jeden Fall ist alles bilingual hier!

Ich bin grade von unserem Californiatrip zurueckgekommen und morgen gehts schon los nach Colorado. Aber alles von forne. Die letzte Schulwoche vor den Ferien war spirit-week, also einer Woche in der man seinen schoolspirit zeigt, indem man sich nach Themen, die von der Schule vorgegeben sind, verkleidet. Mal sehen, ob ich mich noch erinnern kann: Am Montag war Inside-out-day, also alle Mlamotten auf links oder flaschrum. Ich hab beides gemacht ^^ Dienstag war dann crazy-hair-day, da hab ich nicht mitgemacht, mein Haar war mir zu schade. Mittwoch war twin-day und Maria und ich habens ohne wirkliche Absprache ziemlich gut hinbekommen. Am Donnerstag war dann bad-fashion-taste, wo ich wirklich ausgetickt bin mit meinem outfit. High-heels in unterschiedlich langen und farbigen Socken, T-Shirt mit draufgemalter Krawatte ueber Kleid und dadrunter Shorts. Sah trotzdem irgendwie gut aus, aber einfach nur verrueckt! War unglaublich, eifach allen hats gefallen :D Und schliesslich Freitag war PJ-day, also einfach in Schlafanzug bleiben nach dem Aufstehen. War schon lustig :P

Und dann endlich und trotzdem irgendwie zu frueh: FALL-BREAK! Zwei Wochen einfach nur entspannen, yey!! Die ersten vier Tage waren wir zu Hause, weil Karen und Todd arbeiten mussten. Ich hab ziemlich viele Filme geschaut, bin taeglich joggen gegangen, hab die Fahrraeder durchgecheckt usw. An einem Tag bin ich mit Julie, der Norwegerin ins Kino und wir haben Bridesmates geschaut. Ich hab die ganze Zeit gelacht! Perfekter Film fuer nen Maedelsabend :D
Und dann war endlich Freitag, also Abreise nach California. Wir sind mit dem Zug gefahren, weil meine Familie das noch nie gemacht hat. Es war so witzig, ihnen zuzuschauen, wie sie aufgeregt wie kleine Kinder rumwuseln ^^ Endlich mal etwas, das ich ihnen zeigen konnte! Die Abfahrt war um 10 Uhr abends, sodass wir die ganze Zeit schlafen konnten. Auch wenn man beinahe doppelt so viel Platz hat wie in deutschen Zuegen, haperts hier mit dem Service. Es war so unglaublich kalt in der Nacht, dass ich ne Jacke und zwei Handtuecher brauchte, um mich warmzuhalten. In LA angekommen, mussten wir dann in die Subway, die Metro und schliesslich in den Bus umsteigen. Dann nur noch 2 Meilen laufen und tadaa, welcome at the Ocean! Ja, unser Hotel war direkt am Ozean, wir haben die Sweet mit Wasserblick bekommen :D

Weil wir alle so erledigt waren, gings erstmal einfach nur an den Strand. Auf wenn das Wasser ziemlich kalt war, nach einigen Minuten waren Noelle und ich drinn und hatten unseren Spass. Autumn hat Bilder geschossen und Karen hat sich in Sand entspannt. Ich war so muede, dass ich einfach am Strand eingeschlafen bin, was fuer mich ziemlich ungewoehnlich ist. Am Abend sind wir dann zum Supermarkt gelaufen, wo ich mein heiliges Starbucks gefunden habe, was ich bitter noetig hatte. Es war so witzig, weil wir alle total aus dem Schafrhythmus raus waren und dachten, dass es viel spaeter ist. Im Fernsehen lief Pearl Harbor und ich hab NICHT geweint! Stolz :D

Am zweiten Morgen haben wir dann Fahrreader gemietet und sind zuerst ein bisschen durch die Stadt und dann zum Strand gefahren, wo ich wieder eingeschlafen bin, nachdem ich ein parr gigantische Muscheln gesammelt habe. Am Abend sind haben Noelle und ich noch eie Sonnenuntergangstour mit den Fahrraedern gemacht. Es hat kriminell geaendet, als wir einfach auf dem freeway gefahren sind, um die Queen Marry zu sehen. War auf jeden Fall sehr lustig ;) Auf dem Rueckweg sind wir am Hafen entlang gefahren, wo wir ploetzlich etwas im Wasser gehoert haben. Also haben wir angehalten und siehe da, ein Babywal hat sich verirrt! Ich hab nich nie zuvor nen Wal gesehen und jetzt ist da einer 5 Meter von mir entfernt!! Es war einfach faszinierend. Wartet, der Tag hier ueber dem Satz war Tag Drei. Tag Zwei hat damit begonnen, dass ich mit Splints aufgewacht bin. Das nennt man so, wenn sich die Wadenmuskulatur von den Knochen wegdehnt, sodass es sich anfuehlt, als wuerde das Kniegelenk jeden Moment knacken. Und es tut hoellisch weh! Meistens kommt es davon, wenn man zu viel auf harten Grund laeuft, als vom Joggen.
Zurueck zum Thema: Um auf mich Ruecksicht zu nehmen, sind wir wieder zum Strand, wo ich wieder geschlafen habe :D
Am Tag vier hiess es dann nur noch pscken und Zeit totschlagen, bis wir endlich unseren Zug um drei nehmen konnten, der uns dann mit einer Stunde Verspaetung zurueck nach Tucson gebracht hat. Es war ein wundervoller und lustiger Trip, aber LA ist definitiv nichts fuer mich. Die Menschen koennen ziemlich unheimlich sein und alles ist ziemlich verschmutzt. Weiss nicht, warums so viele Menschen da hin zieht.

Naja, ich bin definitiv gespannt auf morgen. Ihr hoert von mir in einer Woche, alles liebe euch,
eure Karo.

Dienstag, 27. September 2011

... to see how much you love the place you left.

Dieser Titel ist auf den Namen meines Blogs bezogennd natuerlich auf Berlin.
Mir geht es hier nach wie vor wunderbar, aber ich vermisse meine Familie und Freunde. Besonders meine Freunde. Aber gut, nuetzt jetzt auch nicht, zu jammern, immerhin bin ich diejenige, die weggegangen ist. Ich hab in dieser Woche mit allen Leuten geschrieben oder geskypet, die mir wichtig sind. (ausser einer Person, vielleicht 2: Jungs, ich schreib euch (: ) Das Schlimmste ist, dass man sich vergessen fuehlt, aber alle haben mir versichert, dass ich immer noch in deren Herzen bin also nur Mut.

FALL-BREAK!!! YIIHA :D

Zwei Wochen keine Schule und es kommt noch besser: In 3 Tagen gehts los nach California an den Ozean und dann nach Colorado zum Grand Canon, I'm so excited :D Ich habe wirklich Glueck in dieser Familie zu sein, sie sind sehr interessiert daran, mir so viel wie auch nur irgendwie moeglich zu zeigen. Die andere Austauschschuelerin aus Deutschland z. B. wird wahrscheinlich die Familie wechseln, obwohl sie die sehr mag, aber sie machen einfach nichts mit ihr. Ich hoffe instaendig, dass sie auf meiner Schule bleibt, weil ansonsten der Kontakt ziemlich schwer wird. Hier in Amerika kann ich mich nicht so einfach mal mit Freunden treffen, ich muss ueberall hingebracht und abgeholt werden, was der so ziemlich groesste Nachteil hier ist. Und ich dachte immer Taxi Mama waere Luxus -.-

Ok, Zeit, euch mal wieder ein bisschen was vom Wochenende zu erzaehlen :)
Letzten Samstag hat der Geschichtskurs den Running Club eigeladen, mit ihnen zu den Seven Falls zu wandern, also war ich mit von der Partie. Ich weiss, wandern klingt einfach mal langweilig, aber in einer Gruppe von Jugendlichen, die mehr oder minder motiviert sind, machts echt Spass. Seven Falls ist, wie der Name schon sagt, eine Verbindung aus sieben Wasserfaellen, alle nicht besonders gross, dafuer doppelt so schoen. Endlich mal wieder Wasser!! Zur Erinnerung, ich bin hier in Arizona und auch wenn wir grade Monsunzeit hatten, ist es hier ziemlich trocken. Das erste was wir dann gemacht haben (besonders die Austuaschschueler!!) war sich ins Wasser stuerzen und einfach nur geniessen. Ich war die Einzige, die ganz raufgeklettert ist bis zum letzten bekraxelbaren Wasserfall und die Aussicht war unglaublich! Es war wirklich ein tolles Erlebnis.
Danach gings wieder zurueck durch die wunderschoene Canon-Landschaft Tucsons.
A diesem Freitag war homecoming an der Schule meiner kleinen Schwester. Homecoming ist einer der zwei grossen Baelle hier in Amerika, allerdings spielt man bei diesem hier noch ein Footballgame davor, doch den, den ich miterlebt habe war ziemlich unspektakulaer. Damits lustiger wird, hab ich ein parr Freunde eingeladen. Darunter auch einen Senior von meiner Schule, den ich letzte Woche beim Wandern kennengelernt habe. Wir haben ein parr Mal danach gesprochen und er schien mir recht nett, sodass ich ihn einfach mal eigeladen habe. Leider war das der Fehler, der meinen Abend versaut hat. Vor dem Spiel hat der mich per SMS gefragt, welche Farbe mein Kleid hat, damit er zu mir passt, was mir schon ziemlich seltsam vorkam, da wir ja in der Gruppe von Freunden hingehen wollten. Als wir dann da waren, stand er da in Anzug und passend zu meinem Sommerkleid, Krawatte. Die anderen waren entweder noch nicht da oder irgendwo verteilt, sodass wir erstmal zur Kasse gegangen sind, wo er fuer mich gezahlt hat. Klingt alles ganz knuffig, was? Nicht fuer mich...
Beim Spiel haben wir uns dann ganz nett unterhalten, bzw. er hat mich was gefragt und ich hab brav geantwortet.Nach ungefaehr der Haelfte der Zeit meint er, er muesse seine Hand um meine Taille legen, weil ich aussaehe, als waere mir kalt... Das war dann sein Todesstoss, ich bin mit irgendeiner Ausrede und meiner Freundin an der Hand geflohen, um erstmal runterzukommen. Zwei Kumpel sind mir dann hinterhergekommen, um zu schaun, ob alles in Ordnung ist. Zusammen haben wir dann den Rest des Spiels woanders verbracht, weeeeeit weg von diesem ... Jungen.

Allerdings folgt nach dem Spiel, das wir uebrigens ruhmreich gewonnen haben, traditionell der Ball. Ihr koennt euch vorstellen, wie ich mich gefuehlt hab, oder? Als wir uns dann wieder getroffen haben, meinte er doch tatsaechlich, jetzt koenne ich ihm ein paar meiner "moves" zeigen. Halleluja!! Nachdem ich ihn ein paar Lieder erfolgreich gemieden habe, hab ich ihn beiseite genommen, um mal Klartext mit ihm zu sprechen. Und dann faengt er an zu stottern, aber so richtig. In mir loest sich leichte Panik aus und ich versuch ihn zu beruhigen, was das ganze nur noch schlimmer macht und dann haelt er ploetzlich die Luft, was ihn aussehen laesst, als waer er ein Erdmaennchen. Ich dachte, ich waer im falschen Film! Tapfer ueberspringen wir dieses Desaster und ich erkleare ihm, dass das so nicht geht und dann fragt er mich, ob ich mit ihm ins Kino will... ohne Worte, echt, einfach ohne Worte... Natuerlich mussten gegen Ende alle meine Freunde gehen, sodass nur noch er und ich da waren, weil wir auf seinen Papi warten mussten, der ihn abholt. Einfach nur schlimm der Abend.
Ich selber wurde von meiner grossen schwester abgeholt, damit wir bei ihr uebernachten koennen, da mein Gastvater zwei Tage spaeter Geburtstag hatte und wir fuer ihn eine Ueberraschungsparty machen wollten. Also, nach zwei Tagen voller Backen, Aufraeumen, dekorieren, lachen, weinen (niemals "the Notebook schauen!) und gaaaaanz viel Fun war es dann endlich so weit. Wir haben Verwandte und Freunde eingeladen und alle waren in einem anderen Raum. Karen, meine Gastmutter hat Todd in der Zwischenzeit erfolgreich abgelenkt, sodass die Ueberraschung perfekt war. Er hat sich sehr gefreut und es wurge eine gelungene Poolparty.

Das war gestern. Heute hab ich mir mal die Fahrraeder der Familie angeeschaut und nach einigen Handgriffen waren sie fast fertig, nur die Reifen muessen allesamt gewechselt werden. Ich hoffe, dass das moeglicht bald passiert, sodass ich die Gegend ein bisschen alleine erkunden kann.

So, das wars mal wieder von mir,
ich hoffe ihr habt fun,
hab euch lieb,
eure Karo

Donnerstag, 15. September 2011

the second month...

Jap, es ist wieder so weit! Mein Auslandsjahr und ich haben unser zweimonatiges... yeeeey! naja in zwei Tagen.... aber grob gerundet passt das schon :) Meine letzte Schulwoche war recht unspektaulaer... Routine halt. Ich lerne immer noch viel und es macht mir immer noch Spass. Mir ist aufgefallen, wie oft ich in letzter Zeit ueber meine Zukunft nachgedacht habe. Und mir sind zwei Sachen klar geworden: 1. Es wird verdammt hart werden da draussen. 2. Ich werde alles erreichen, wenn ich wirklich will.
Und ich moechte die Welt entdecken! Vielleicht werde ich fuer die ersten 10 Jahre sowas wie eine Reisetherapeutin. Ich kenn die genaue Uebersetzung nicht, aber das Prinzip ist, dass man noch seinem Abschluss fuer ca 3 Monate irgendwo hingeschickt wird, dort arbeitet, die Welt entdeckt, seine Zeit absitzt und dann ins naechte Flugzeug nach sonstwohin geschickt wird zum naechten Job. Mit meinen Sprachkenntnissen koennt ich ziemlich weit kommen. Flug und Unterkunft werden immer bezahlt und man verdient recht gut, da normale Menschen durch diesen Job recht eingeschraenkt sind. Sie koennten keine Familie haben, aber da ich eh keine Familie will, ist das vielleicht perfekt :)

Mit meinen Freunden ist immer noch alles in Ordnung, obwohl es kleine Skandale gab :D Ich hab die zweite Norwegerin jetzt besser kennengelernt, da sie mit mir den Bus nimmt, sie ist unheimlich nett. Natuerlich ist da immer noch Maria, das andere deutsche Maedchen, auch wenn wir etwas weniger Zeit fuer einander hatten. Da ist auch ein Junge, der aus Deutschland umgezogen ist, mit dem ich mich ziemlich gut verstehe. Ich glaub, wir koennen richtig gute Freunde werden, auch wenn er nicht an meine besten Freunde ranreichen kann <3

Letzten Freitag war ich auf einem Kozert muesst ihr wissen! Ziggy Marley, Bob Marleys Sohn hat exklusiv fuer uns vier (kann euch nicht die Namen nennen, weiss nicht, ob die das wollen. ich bin da streng ;D ) und ein paar andere heundert Leute gespielt. War ziemlich lustig, besonders als man all die Rauchschwaden gesehen hat, die con den Joints kamen. Am Samstag war ich natuerlich heiser und auch ziemlich erkaeltet, sodass ich es etwas langsamer angehen lies. Am Sonntag waren wir dann wieder reiten, diesmal andere Route (schoener) und anderes Pferd. Ich hab das Kaltblut genommen und wir sind ziemlich gut zurecht gekommen. Fotos auf Facebook! Auch konnte ich endlich mal wieder mit meinen Eltern telefonieren. Hat gut getan, euch mal wieder zu sehen :)

Wir bekommen hier einen neuen Nachbarn, er beginnt sein exklusives, ueberteuertes Kuenstlerhaus zu bauen. Er besitzt bereits mehrere Haeuser, aber er braucht noch eins, direkt neben uns, weil "hier die Sterne so schoen sind"... Jap, da hat er aber recht, 20 Meilen weiter sehen die gaaaaanz anders aus -.-

An all die Leute, die mir immer so treu schreiben, ich hab euch lieb! Und ich hab euch nicht vergessen! Aber wenn man 20 Nachrichten beantworten muss, wirds etwas anstrengend. Freue mich trotzdem ueber jede einzige Nachricht und ich versuch, da hinterherzukommen, gebt mir etwas Zeit.
Denn von der hab ich hier irgendwie total wenig. Naja...

Also,
ihr hoert von mir,
liebe liebe Gruesse,
eure Karo

Dienstag, 6. September 2011

nur eine weitere Woche meines Lebens...

Hallo ihr da draussen!

Was kann ich euch diese Woche erzaehlen? Die Schulwoche war ganz normal. Ziemlich verblueffend, wie schnell man sich an neue (bessere) Unstaende gewoehnt. Hier ist was interessantes, was ich rausgefunden habe: Vail ist der beste school-ditrict in ganz Arizona, aber Arizona ist der zweitschlechteste Staat in Sachen Bildung in den ganzen USA. Was ist meine Ausbildung hier also wert? Wir werden sehen :)
Ich krieg jetzt viel weniger Hausaufgaben, sodass ich mich fast langweile! Deswegen hab ich mich ein bisschen informiert, was ich nachmittags so machen kann:
Am Montag hab ich RunningClub nach der Schule, also Training fuer den Halbmaraton.
Am Dienstag werde ich Yoga machen, meine kleine Schwester ist ganz begeistert davon, aber sie will dort nicht allein hingehen, sodass ich es fuer sie zumindest ausprobieren werde. Mittwochs hab ich wieder Running Club und danach Gitarre. Mein Lehrer meint, ich bin sehr talentiert und wir sind schon so weit, dass ich jetzt meinen eigenen Song schreiben soll. Yihaa!! Am Donnerstag wollen Karen und ich einen Kurs besuchen, wo man lernt, wie man Keramik gestaltet und verziert, sodass ich am Ende meine eigenen Teller und Becher haben werde :D
Und schliesslich Freitag: Nach der Schule gehts ab zum Tanzen und danach zwei Stunden Badminton. Mal schauen, wahrscheinlich werde ich mich zwischen einem der beiden Kurse entscheiden muessen. Ach ja, Samstags wirds dann ernst: Tae Kwon Do und Selbstverteidigung. Nach diesem Jahr werd ich sowas von durchtrainiert wiederkommen :D Die Sonntage werde ich dann den Hausaufgaben und dem Lernen widmen, muss auch mal sein ^^

So werden hoffentlich meine Wochen in Zukunft aussehen. Zurueck zur Vergangenheit: Mein Wochenende!

Am Samstag hatte Karen geburtstag, am selben Tag wie mein Papa. Ihm hab ich ein Video geschickt, weil ich niemanden bei Skype erwischt habe. Dann sind wir einkaufen gegangen fuer das Dinner, das ich fuer Karen kochen wollte. Danach gings ab zu Oma, wo ich mich dann fuer knapp 3 Stunden in die Kueche gestellt habe. Als Vorspeise habe ich italienischen Salat gemacht. Als Hauptspeise gabs dann Kuskus mit geduensteten Pfeffertruthan und Gemuese. Um das ganze abzurunden habe ich einen Fruechtekuchen a la Karo, also einfacher Kuchenteig und Fruechtestueckchen, gebacken. Hat jedem geschmeckt, ich wurde ueberhaeuft mit Dankeschoens. Oma war wahrscheinlich gluecklicher als Karen, endlich waren wieder ein parr Menschen in ihrem Haus. Denn Karens Bruder Thorsten, den ich noch nicht kennengelernt habe, und seine Familie waren auch zu Besuch. Danach gings ab in den Pool, wo wir viel Spass miteinander und mit den Hunden hatten. Weil es noch nicht ganz so spaet war, haben wir ueberlegt, was wir noch machen koennen, sodass wir in die Skaterhalle gefahren sind, wo ich zwei meiner Freundinnen getroffen habe. Es wurde also sehr lustig, auch wenn Karen kaum gefahren ist, da sie um ihr Knie besorgt war. Am Sonntag sind wir dann morgens nach Bisbee gefahren, was einst die groesste Stadt Arizonas war, da sich dort eine der groessten Kupferminen der Welt befindet. Dort sind wir dann ein bisschen in den alten Antiquitaetenshops rumgelaufen, aber unser eigentlicher Aufenthaltsgrund war ein Festival, das dort stattfinden sollte. Das hat sich aber als ziemlich lahm entpupt, sodass wir ziemlich schnell woanders hingefahren sind, um uns einen Milchshake zu goennen. Der war aber so vollgestopft mit kuenstlichen Aromen, dass ich beim anschliessenden Einkaufen die Toalette aufsuchen musste. Am Montag war laborday, sodass wir frei hatten. Karen, Noelle und ich haben uns dann die Pferde geschnappt und sind ausgeritten. Wow, zum ersten Mal seit zwei Monaten im Sattel, hat sich gut angefuehlt. Ich hab Unique, unsere Vollblutstute, geritten und habs sehr genossen. Amerika ist wirklich besser organisiert, was das Ausreiten oder Campen mit Pferden angeht. Es gibt wunderschoene Pfade, freie Wasserstellen und sogar freie Unterkuenfte und Coralle fuer die Pferde. Wir haben entschieden, dass wir unbedingt mal campen gehen muessen mit den Pferden, nur wissen wir noch nicht wann. In den naechsten zwei Ferienwochen, der fallbreak, werden wir wahrscheinlich zuerst nach Californien fahren. Wir, das sind nur meine beiden Schwestern und ich. Also ein richtiger Maedelsurlaub! :D Danach fahren wir nach Colorado zum Grand Canyon. Wir werden ihn runter- und wieder raufwandern, ich bin schon sooo gespannt auf eines der sieben Weltwunder der Neuzeit. Da wir immer noch Zeit haben werden, werden wir entweder zu Todds Vater auf die Ranch oder zu der Blockhuette in den Bergen fahren. Ich glaub, das ist genug fuer zwei Wochen, oder?

Ich glaube, die Zeit hier in Arizona vergeht wirklich schneller, nach dieser Woche werde ich schon zwei Monate hier sein. Das ist ein Fuenftel der Zeit, wie mein bester Freund und ich ausgerechnet haben. So komplizierte Rechnungen muss man gemeinsam loesen :P

Falls ihr euch fragt, wo all die versprochenen Bilder sind, werft einen Blick auf meinen Facebookaccount ;)

Also, mit diesen Gedanken entlasse ich euch wieder in euren Alltag.
Ganz liebe Gruesse,
eure Karo!

Montag, 29. August 2011

Ich bereue nichts!

Entschuldigt, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber so langsam kommt die Routine rein in ein sehr spannendes, neues Leben.

Falls ihr euch immer noch Sorgen um mich macht (ich hab ziemlich viele besorgte Nachrichten bekoomen wegen meinem letzten Post): Das war nur ein Tag. Und am naechsten sah die Welt schon wieder perfekt aus. Ich weiss nicht, ob das das Letzte in Sachen Heimweh war, aber ich koennte mir nicht vorstellen, dass das wiederkommt. Mittlerweile hab ich in jeder meiner Stunden Freunde mit denen ich quatsche und Spass hab. Auch mit meiner Familie ist nach wie vor alles bestens, langsam beginne ich mich wirklich als einen Teil der Familie zu sehen, genauso wie sie. Ich nenne sie jetzt Familie aber zu Mum und Dad konnte ich mich noch nicht ueberwinden. Ich erwarte schon den Tag, an dem es mir einfach rausrutscht und ein wunderbares Laecheln auf deren Lippen zaubert.

Das bedeutet nicht, dass ich meine richtige Familie vergessen habe. Ich denke immer noch jeden Tag an sie, und, was eigentlich jeder weiss, niemand kann die richtige Familie ersetzen. Das will ich auch gar nicht. Es ist einfach schwer zu erklaeren...

Letztes Wochenende hatte ich ein Treffen mit den anderen Austauschschuelern von meiner Organisation. Es war ziemlich witzig, besonders, weil ich total viele schon kannte, da die meisten auf meiner Schule sind.

Die letzte Woche war gut, in der Schule hab ich immer noch nur A's und mit den Hausaufgaben ist es jetzt auch weniger geworden. Was mir hier auffaellt ist, dass ich wirklich fuers Leben lerne. Hier ein parr Beispiele: Business: Ich lerne, was wichtig ist, um erfolgreich im Job zu sein, worauf es wirklich ankommt. Government: Ueber aktuelle Politik Bescheid zu wissen, kann nie schaden. Psychology: Ich lerne wie ihr alle denkt und wie ich ein beeinflussen kann. Sehr hilfreich ;)
Oder Philosophy: Argumentieren... ich glaube kaum, dass meine Eltern jemals wieder eine Diskussion mit mir haben werden, in der ich nicht argumentieren werde. Ich leiste mir jetzt schon kleine Kaempfe mit meinem Lehrer und meistens hat er keine Chance :D

Ich bin jetzt im running Club und ich verbesser mich jedes Mal, was mich ziemlich stolz macht. Ich bin immer das erste Maedchen, was mich zusaetzlich pusht. Diese und naechste Woche werde ich ein parr der Aktivitaeten, die wir fuer mich gefunden haben, ausprobieren, sodass ich bald wahrscheinlich einen vollen Stundenplan haben werde.

Nun zum Wochenende: Ich hab mein aller-aller-aller-erstes Footballspiel gesehen! Zusammen mit Autumn, meiner Gastschwester, bin ich zu einem Spiel ihrer Schule gegangen. Es war ziemlich witzig einfach loszuschreien, egal, ob man weiss was grad los ist oder nicht ;)
Danach sind wir zu dem Tanzabend ihrer Schule gegangen, war eigentlich ziemlich gut organisiert, fast wie ein Club. Nur die Leute waren nicht so ganz mein Ding, die waren alle etwas jung. Ausserdem ist Autumn sehr schuechten, auch was das Tanzen angeht, sodass ich sie einfach zu einer Gruppe von Maedchen mitgeschleppt habe, sodass sie auch mal neue Menschen kennenlernt.

Am Samstag haben wir dann endlich einen Schreibtisch+ Zubehoer fuer mein Zimmer gekauft und eine neue Anlage! Passt alles sehr gut hier rein, ich bin sehr zufrieden. Danach hab ich mich mit dem finnischen Austausmaedchen zum shoppen in der Mall getroffen. War ziemlich witzig, ich versteh mich sehr gut mit ihr. Leider musste sie schon um 7 Uhr gehen, sodass ich 1 1/2 Stunden aud Julie, die Norwegerin und zwei Jungs aus meiner Schule gewartet hab. Wir sind dann zusammen ins Kino und haben "Captain America" gesehen, das Ende war depremierend. Trotzdem wars ein sehr lustiger und ereignissreicher Tag.
And finally, Sunday: Wir sind in die Berge gefahren, um dort Verwandte zu treffen und zusammen einfach Spass zu haben. Wir haben uns ein ruhiges Plaetzchen mit einem herrlichen Ausblick gesucht, wo wir dann gegrillt, Badminton oder Football gespielt oder auf einer Art Schaukel die verruecktesten Sachen gemacht haben. Dann sind Noelle, Karen, "Tante" Daniela und ich wandern gegangen, rauf aud die Spitze. Der Ausblick war atemberaubend, kein Foto koennte diese Schoenheit festhalten. Ich habs trotzdem versucht :)
Nach diesem Erlebnis sind wir dann in ein kleines Dorf dort oben gefahren, wo wir die groessten Cookies meines Lebens gegessen haben! Die waren groesser als meine gesamte Hand! Und in ziemlich vielen Sorten. Ich werd einen neuen Ordner auf Facebook eroeffnen, wo ihr endlich ein parr Bilder sehen koennt.
Gegen Abend gings dann ab nach Hause, wo mich meine Hausaufgaben schon sehnlich erwartet haben. Aber nichts desto trotz ein wunder-wunder-wundervolles Wochenende und ueberhaupt eine wundervolle Zeit!!

Also, ihr hoert von mir!
Bis bald,
eure Karo

Mittwoch, 17. August 2011

Cultureshock vom Feinsten!

Hallo ihr Lieben,

der Grund, warum ich diesen Post hier frueher veroeffentliche als sonst, is, dass ich dieses Erlebnis unbedingt hervorheben und mit euch teilen will.

Wir hatten heute "half day" at school. also nur sehr kurz und als ich da raus kam, dachte ich, dass ich am liebsten die gesamte Schule wechseln will! Ich fuehl mich selber ein bisschen verar@#$t, immerhin bin ich ja diejenige, die erst letzte Woche so sehr von ihrer Schuele geschwaermt hat. Aber der Grund fuer meinen emotionalen Tiefgang waren nicht etwa die Lehrer oder der Unterricht, beides ist einzigartig und prima, sondern meine Mitschueler.
Sie sind alle sehr nett zu mir, wirklich. Sie reden mit mir, machen mir Komplimente.. blabla...
Das Problem ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, mit einem von denen nachmittags was zu machen. Da ist einfach keiner auf meiner Wellenlaenge.
Ausser natuerlich Maria, das andere Maedchen aus Deutschland. Wir kommen prima miteinander klar und ich kann mit ihr auch ueber solche Sachen reden. Sie fuehlt sich genauso wie ich. Aber andere Leute... ich weiss nicht...ich glaub, meine schule ist einfach zu klein. Wir sind grade mal 200 Leute auf der Highschool. 11 davon sind Austauschschueler. Vielleicht sollte ich die mal auflisten, zumindest die Nationalitaeten: 2x Norwegen, 2x Thailand, 3x Deutschland, Finnland, Japan, Daenemark, Israel. Zudem kam noch, dass eine der Norwegerinnen mir den einzigen Typen, der fuer mich in Frage kaeme, weggeschnappt hat! GRRR!!

Wie auch immer, ich wollte nach diesem Tag einfach nur heulen, es ist schwer zu beschreiben, aber natuerlich musste ich an meine Freunde in Deutschland denken und wie schoen mein Alltag dort doch war und solche Sachen halt.

Noch schlimmer ist es, wenn du nichts hast, womit du dich ablenken kannst. Ich hab ca 2 Stunden in meinem Zimmer gesessen, Musik gehoert und dabei Solitaer gespielt. Oh yeah! Best time of your life!! -.-

Bissssssss...ja, bis mein Gastvater dann nach Hause kam. Er hat mich natuerlich gefragt, wie mein Tag so war und ich meinte "ok", aber er hat sofort gewusst, dass etwas nicht stimmt, also haben wir uns hingesetzt und ich hab ihm alles erzaehlt. Schon allein das hat unheimlich viel geholfen. Dan haben wir nach Loesungen gesucht, was ich aendern koennte und wir kamen zum Entschluss, dass Nachmittagsaktivitaeten das Beste fuer mich waeren.

Dann gabs Essen und weil ich mich wieder richtig gut fuehlte, haben wir auch richtig viel gelacht und wir haben uns wieder so einiges erzaehlt.

Danach bin ich in mein Zimmer gegangen, wollte nichts Besonderes machen.
Ploetzlich kamen dann alle rein und wir haben auf meinem Bett einen "Redekreis" gemacht und gemeinsam nach Aktiviteaten und Clubs gesucht und so einiges zusammengetragen.
Ich fand das so suess von denen und ich hab mich zum ersten Mal bewusst als ein Teil der Familie gefuehlt. Ich wusste, dass immer jemand da ist zum reden UND handeln und dass ich immer zu ihnen kommen kann, egal um was es geht. Das war einfach nur zu wunderbar, sodass ich jetzt anstatt mit Treanen in den Augen mit einem fetten Grinsen im Gesicht schlafen gehen werde :)

Montag, 15. August 2011

Zeit ist hier irgendwie unwichtig, belanglos. Ansonsten wuerde ich merken, dass wieder eine Woche an mir vorbeigeflogen ist. Vielleicht habt ihr's bemerkt, ich kann es selbst kaum glauben: der erste Monat ist rum! Genau um diese Uhrzeit lag ich vor vier Wochen zum ersten Mal in diesem Bett. In der Zwischenzeit ist so unheimlich viel passiert... ich haette mir das nie so vorgestellt. Nicht, dass es gut oder schlecht ist, es ist irgendwie perfekt.

Nach diesem melancholischen Einstieg folgt mein woechentlicher Report:

In der Schule schreiben wir jetzt die ersten Tests, aber alles online auf unseren Laptops, also bye bye Arbeitsblaetter. Grundsaetzlich sind die Tests sehr einfach, wenn man dem Unterricht gefolgt ist. Ich musste feststellen, dass mir die Schule Spass macht und dass ich gluecklich bin. Haltet mich fuer verrueckt (tu ich selber) aber es ist nunmal so.
Ich weiss nicht, woran es liegt, aber ich vermute stark, dass es die Lehrer ausmachen. Die sind hier viel lockerer. Nicht, dass sie dir alles durchgehen lassen oder so, aber, ich mein, sie singen und tanzen im Unterricht, erzaehlen ihre Lebensgeschichten und fragen dich, wie es dir geht. ( Natuerlich tun sie das nicht andauernd) Die Schueler respektieren sich gegenseitig und es wird nicht auf Aussehen oder Mode geachtet. Das Oberflaechliche, was ich von Berlin kenne, gibts hier ueberhaupt nicht. Natuerlich, es gibt die Kleinkriege zwischen Freshments und Seniors/Juniors, aber auch das ist eher wie ein Streit unter Geschwistern.
Ich hoffe, dass das deutsche Schulsystem ein parr Fortschritte macht. Was den Lernfaktor angeht, ist es zu viel und was den Spassfaktor angeht, ost es zu wenig. Klar, hoert sich an wie der Wunsch jedes Schuelers, aber ich habe den Vergleich! Und ich besuche in beiden Laendern, Deutschland und Arizona, hoch anerkannte Schulen. Der Unterschied besteht nur darin, dass ich hier in Arizona stolz auf meine Schule bin. Ok, vielleicht habt ihr jetzt einen kleinen Eindruck wie es ist, wenn man vom amerikanischen schoolspirit gepackt wird ;)

Auch mein wochenende war wundervoll!
Am Freitag hab ich entspannt und ein bisschen Hausaufgaben gemacht, aber am Samstag hatte ich volles Programm: Wir hatten einen Carwash organisiert, um Geld fuer unseren Seniortrip nach Florida zu sammeln. Ich war groesstenteils das Maedchen, das am Strassenrand steht und Autofahrer auf sich aufmerksam macht. Fast alle Mittel sind legal ;)
Alles in allem wars ziemlich witzig, aber der Rest des Tages war noch besser. Ich hab mir dann Maria, ein anderes Austauschmaedchen aus Deutschland, geschnappt und wir sind zuerst zum Haus meiner Gastschwester Noelle, wo wir dann groesstenteils im Pool gechillt haben. Oma und Opa sind auch gekommen. Wir wurden ziemlich viele, da Noelles neue Mitbewohnerin angekommen ist. Danach gings zu sechst ( also meine Gasteltern Karen und Todd, meine andere Gastschwester Autumn und ihre Freundin, und letztendlich Maria und ich) zu einer Pizzaria gefahren, wo wir die groesste Pizza meines Lebens bestellt haben. Yummi!! :D Als es dann schon abend wurde sind wir nach downtown gefahren, wo ein wundervolles Strassenfestival war. Mit Musik und Taenzen und Staenden und all so ein Kram. Ich hab zum ersten Mal seit meiner Ankunft hier richtige Menschenmassen gesehen und dann auch realisiert, wie sehr mir das gefehlt hat. Ich bin sowas einfach gewoehnt von Berlin. Maria hat bei mir uebernachtet, aber wir waren so muede, dass wir sofort eingeschlafen sind. Am Sonntag haben wir dann alle zusammen gefruehstueckt. Es gab monkeybread, eine ziemlich suesse Brotvariante, aber es war trotzdem lecker. Am Nachmittag sind wir dann zu einem exchangestudent-meeting gefahren, wo ich viele aus meiner Schule wiedergesehen habe. Jeder sollte ein Gericht, das typisch fuer sein land ist, mitbringen und ich hab Kuerbisbrot gebacken. Es schien ziemlich gut zu sein, da beide Brote nach ca 20 Minuten weg waren. Natuerlich hab ich auch neue Austauschschueller kennengelernt und dann gabs natuerlich noch so eine Vorstellungsrunde, aber alles in einem ein sehr schoener Tag.

Was ich auch noch erwaehnen will, ist das erste Skypetelefonat mit meiner Familie. Es tat gut, sie alle mal wiederzusehen, auch wenn man die Pixel zaehlen koennte. Ich versuch jetzt, dass moeglichst regelmaessig zu machen, wahrscheinlich mal am Wochenende oder so. Davor haben wir nur einmal fuer 15 Minuten telefoniert und uns vielleicht 3 Mails geschrieben, was meines Erachtens nach ziemlich rar ist. Naja.

Eine letzte Sache noch: Vielleicht ist einigen von euch aufgefallen, dass ich zum ersten Mal die Namen meiner neuen Familie genannt habe. Das war Absicht und kommt daher, dass ich mit den Namen warten wollte, bis ich alle ein bisschen besser kenne. Fuer mich war das immer noch eine Art der Distanz. Diese hab ich jetzt aber groesstenteils abgelegt und ich beginne, diese Menschen in mein Herz zu schliessen.
An meine Familie: Nein, ich habe euch nicht vergessen, nein, das werde ich auch nie machen und ja, ich liebe euch auch! :)

Also, hoffe, ich unterhalte euch ein bisschen.
Waere nett, mal ein kleines feedback zu bekommen, damit ich ungefaehr weiss, wie sehr ich euch langweil ;)
Alles Liebe,
eure Karo!

Sonntag, 7. August 2011

Neue Freunde

Und wieder einmal ist eine Woche vergangen. Vielleicht fliesst die Zeit hier in Arizona ja schneller...

Die Schulwoche war in Ordnung. Der Unterricht ist interessant, besonders wenn Lehrer tanzen als waeren sie ein schwangeres Teletubby oder versuchen, Deutsch zu lernen.
Ich hab meine ersten Noten bekommen, alles As, also Bestnoten :D
Leider bekommen wir hier unheimlich viele Hausaufgaben, was mich manchmal den ganzen Tag kostet. Deswegen kann ich auch nicht den Volleyball-Kurs belegen, das waeren rund 16 Stunden in der Woche und definitiv zu viel.
Aber ich geh jeden zweiten Morgen joggen, sodass ich in Form bleibe.

Ich lern immer mehr Menschen kennen, sodass ich z.B. an der Bushaltestelle nicht mehr alleine bin, sondern immer jemanden zum quatschen habe.
Wir haben ausserdem eine weitere Austauschschuelerin aus Thailand bekommen, also sind wir jetzt 6. Diese Woche soll noch ein Maedchen aus Norwegen kommen.

Das Wochenende hatte extreme Hoehen und Tiefen:

Am Freitag sind zwei der Austauschmaedchen und ich in den letzten Harry Potter-Film gegangen. Ich fand ihn auf jeden Fall besser als die letzten Teile, obwohl er mich auch depressiv gemacht hat. (all die Leichen, ihr wisst, was ich meine...) Wir kamen dann auch in den Genuss von salzigem Popcorn mit Butter, was absolut nicht mein Geschmack ist!
Danach sind wir noch essen gegangen und haben eine meiner Mitschuelerinnen und ihre Eltern getroffen. Die Eltern sind streng katholisch, sodass sie ihr noch nicht mal erlauben, Harry Potter zu schauen, weil das "unchristlich" ist... Leute gibts...
Die eine Austauschschuelerin (ebenfalls aus Deutschland) hat dann bei mir uebernachtet und wir hatten unheimlich viel Spass damit, uns Namen fuer unsere Zukuenftigen auszudenken. Unser Favorit war Hecktor!! Ich muss immernoch lachen.

Am Samstag sind wir dann zusammen mit meiner Gastschwester in die Mall zum shoppen. Zuerst war der Plan perfekt, aber dann hat sich meine Gastschwester einfach selbst eingeladen, was uns dann ziemlich runtergeholt hat. Wirklich, ich mag meine kleine Schwester, aber wir haben halt nen komplett unterschiedlichen Kleidungsstil, sodass sie uns eigentlich nur hinterhergelaufen ist, was uns wiederrum ein schlechtes Gewissen gemacht hat. Also hab ich ihr vorgeschlagen, dass sie sich was aussuchen kann und ich es ihr dann kaufe (sie hatte kaum Geld dabei und zudem bald Geburtstag), aber Fehlanzeige. Sie wollte NIX! Dann hab ich sie einfach zum Essen eingeladen. Insgesamt fand ichs trotzdem witzig, sodass ich mich eigentlich nicht beklagen kann.
Meine Gastmutter hat uns dann abgeholt und da kommt schon das Extrem-Tief der Woche: Ich sitz grad vorm Rechner als mein Gastvater herreinstuermt und seine Hand verdeckt, wobei er meiner Schwester zuruft, dass sie Mum suchen soll, damit sie ins Krankenhaus fahren koennen.
Ich, total geschockt, hinterher und frag was ich tun kann. Dann hab ich ihm Eis gebracht und er erzaehlt mir, dass er sich mit der Kreissaege ein Stueck vom Finder abgeschnitten hat. Amen!
Zuerst konnten wir meine Gastmutter nicht finden, weil sie mit den Hunden draussen war, aber danach ging alles ganz schnell.
Meine beiden Gastschwestern und ich sind zu Hause geblieben und haben bis in die Nacht hinein gewartet, bis die Beiden zurueck kommen.
Endlich kamen sie zurueck und es ist halb so schlimm, wie es sich anhoert. Mein Gastvater hat sich ca einen halben Zentimeter laengs des Fingers abgeschnitten, aber weder Knochen noch Sehnen sind beschaedigt, sodass "nur" das Fleisch nachwachsen muss.

Diese nacht hab ich nicht gut geschlafen, zu viel Stress auf einmal.
Gott sei Dank hab ich immer einen der 4 Hunde um mich herrum, sodass ich was zum knuddeln hatte.

Am Morgen wollte mein Gastvater dann mit mir einen Laptop kaufen und nachdem er mir ca. 100 mal versichert hat, dass er in Ordnung ist, sind wir losgefahren. Nach knapp 5 Stunden und einem wundervollem Essen im "red Lobster" sind wir dann bewaffnet mit einem Laptop, einem Laptopbrett, einem Geschenk fuer meine Gastschwester und einigen anderen Sachen zurueckgekommen.
Zu Hause bin ich dann kurz bei Facebook online und siehe da, eine Freundschaftsanfrage von meinem Bruderherz! Wir haben dann ne Weile geschrieben, aber ich musste dann noch Hausaufgaben machen und letztendlich den Laptop installieren, sodass ich nicht viel Zeit hatte. Jetzt ist alles fertig und ich warte sehnsuechtig aus morgen Nachmittag, wenn ich dann zum ersten Mal mit meiner Familie skypen kann!

Also, bis in einer Woche, eventuell frueher.
Liebe Gruesse,

eure Karo

Montag, 1. August 2011

Familie geht ueber alles!

Und wieder sind vier, fuenf Tage verstrichen. Oder war es eine Woche?
Egal, ich fuehl mich, als waeren es Monate.
Meine erste, richtige Schulwoche hab ich hinter mir.
Es war spannend, witzig, interessant, aufregend, einfach unbeschreiblich.
Ich vermisse die Schule!!! ich kanns kaum glauben, aber es macht so viel Spass!! Ich hab jetzt schon einige Freunde und mit vielen ab ich auch die selben Stunden. Der Unterricht ist interessant, was vielleicht daran liegt, dass ich nur Faecher habe, die mich interessieren :D
Fast taeglich lern ich neue nette Leute kennen und ich beginne jetzt auch, mich schon nachmittags mit ihnen zu treffen. Ich weiss nicht, ob ichs schon erwaehnt hab, aber ich hab immer montags Gitarrenunterricht zusammen mit meiner Gastschwester.
Da ich mir schon ein parr Dinge selber beigebraucht habe, sind wir auf dem gleichem Level. Unser Lehrer ist ein alter Hippi, der fuer die Beatles lebt. Es kann also nur Spass machen.

So, dass zu meinem Leben unter der Woche.
Jetzt kommen wir zu dem wesentlich spannenderen Wochenende:
Wie schon gesagt, wollten meine Gastfamilie mit ein parr anderen Verwandten und Freunden an den See fahren. Letztendlich wurden wir knapp 20 Leute mit jeder Altersgruppe vertreten.
Wir haben unser riesiges Wohnmobil und ein Zelt mitgenommen.
Wir sind Donnerstag Abend losgefahren, sodass wir spaet in der Nacht ankamen. (aufmerksamen Lesern ist aufgefallen, dass ich fuer Freitag von der Schule entschuldigt wurde, hat sich gelohnt ;D)
Die erste Nacht war etwas holprig, da wir alle, also 7 Leute (Gasteltern, Gastschwestern mit jeweils einer Freundin und ich) in dem Wohnmobil geschlafen haben. Da hab ich auch meine zweite, 20-jaehrige Gastschwester kennengelernt. Sie ist sehr nett und unheimlich witzig. Sie hat eine Freundin aus ihrem Camp mitgebraucht, die ebenfalls deutsch war, sodass ich mal wieder etwas Heimatsprache aufgeschnappt habe.
Am Morgen gings dann gleich ab an den See, baden, Jetski uuuuuundd... Trommelwirbel.... kneeboarding! Schon nach dem dritten Mal hatte ich den Bogen raus und dann gabs kein Halten mehr. Es macht unheimlich viel Spass und wenn man dann noch zu zweit ist, ist es perfekt.
Am Abend haben wir dann ein Lagerfeur gemacht und dann hab ich s'mores probiert: geroesteter Marshmellow und Schokolade zwischen zwei Zimt-Butterkeksen. Es ist genauso suess wie es sich anhoert und deswegen hatte ich schon nach einem Ding den totalen Zuckerflash.
Am naechsten Tag waren wir wieder schwimmen, der See ist wunder-wunderschoen. Ich hoffe, ich kann ein parr Bilder hochladen, aber im Moment spinnt das Internet ein bisschen.
An diesem Tag hab ich die Intertube ausprobiert, ein grosser aufgepumpter Kreis, auf dem man sich festhalten muss, waehrend man vom Speedboot gezogen wird. Die Dinger sind verdammt lustig, wenn entweder ganz viele oder ganz wenige Personen drauf sind.
Als ich genug davon hatte, bin ich aufs Boot gegangen und dann hat mich mein "Gastonkel" (keine Ahnung, wie ich ihn anders nennen soll) gefragt, ob ich denn nicht mal das Speedboot fahren will... ooooh jaaaa! Es war einfach unbeschreiblich! Ich hab dann mit seiner Erlaubniss das Gas richtig aufgedreht und ab ging die Post.
Dieses Erlebniss wurde aber von einem noch besserem ueberschattet: Dem Jetski!! Auch den durfte ich alleine fahren und das war wirklich nicht mehr zu toppen! Nach dem Motto "aufdrehen, abgehen, durchdrehen" hatte ich einen der aufregensten Momente in meinem Leben.
Einen weiteren schoenen Moment hatte ich in einem Gespraech mit meinem Gastvater: Ich hab zum ersten mal ein, recht langes, fluessiges Gespraech auf englisch gefuehrt, ohne, dass mir ein Wort gefehlt hat oder ich nicht wusste, wie ich mich ausdruecken sollte. Yey
Denn Sonntag haben wir dann noch mit schwimmen und Jetski ausklingen lassen, dann gepackt und ab nach Hause.
Nach einer langen Nacht musste ich erstmal das alles hier loswerden und jetzt gehts ab an die Hausaufgaben!

Also, wie imer liebe Gruesse,
ich hoffe euch geht es mindestens genauso gut wie mir,
alles liebe,
eure Karo

Sonntag, 24. Juli 2011

Das Abenteuer nimmt seinen Lauf...

So, da bin ich wieder! Es sind 4 Tage verstrichen seit meinem letzten Post, aber es kommt mir vor wie vier Wochen.
Also gut: Letzten Mittwoch hab ich den ganzen Tag mit meiner Gastschwester verbracht. Ich kann keinen wirklichen Draht zu ihr finden, wir koennen zwar nett plaudern und uns verbindet auch recht viel, aber ich hab das Gefuehl, dass sie mich als Eindringling sieht, was ich ja auch gewissermassen bin. Trotzdem war der Tag mit ihr wirklich lustig! Zuerst haben wir unseren Musikgeschmack verglichen, was ca 3 Stunden gedauert hat, da wir uns gegenseitig alles moegliche gezeigt haben. I`m afraid! Die kennen hier kein Kasabian oder die Arctic Monkeys!! Die hab ich ihr dann gleich gezeigt, hab aber leider ein falsches Video von den Arctics gewaehlt. Ich glaub, jetzt denkt sie, dass ich Drogen konsumiere :o Danach hat sie mir das Spiel "Rockstar" auf der Wii praesentiert und nach ca einer Stunde hatte ich den Bogen raus mit dem "Schlagzeug", sodass wir eine "Band" gegruendet haben nd nun duch Amerika "touren"... was tut man nicht alles um sich naeher zu kommen?!
Am naechsten Tag hatte sie einen Orientationday in ihrer Schule und meine Gasteltern mussten arbeiten, sodass ich entweder alleine zu Hause bleiben, oder zu Oma fahren konnte. Letzteres hab ich dann gewaehlt. Wie, also Oma und ich, sind wandern gegangen, fuer 4 Stunden. Auf den steilesten Berg. In der Sonne Arizonas. Halleluja, ich war fertig. Aber der Ausblick hat sich sowas von gelohnt. Leider hatte ich zu der Zeit noch nicht meine Kamera, aber ich werd das sicher noch mal machen, sodass es auch mal ein Foto gibt. (Apropo, ich versuch gleich mein, ein Foto von mir mit meiner Gastfamilie bei meiner Ankunft hochzuladen.) Ich bewundere diese Frau, sie ist 75 und faehrt jeden zweiten Tag ca 30 Meilen mit dem Fahrrad, geht einmal in Monat wandern und ansonsten joggt sie. Als wir wieder bei Oma waren, MUSSTE ich einfach in den Pool und ich glaub, ich hab mich noch nie besser gefuehlt. Dann gabs wieder fabelhaften Salat und Curryreis. Ich fuehle mich eher wie im Urlaub, als im normalen Leben.

Und dann kam der Freitag, mein erster Schultag... ich war selten so aufgeregt wie an dem Tag. Die erste Herrausforderung war, meinen Stundenplan zu bekommen, aber mein Gastvater war bei mir, sodass wir auch das nach einigem hin-und-her geschafft haben. Hier ist er: Physik, Government (Regierung), Intro. into Engineering (Grundkurs Ingenieur),Mathe, Lunch, Englisch, Phisosophie. IiE will ich mit Psychologie tauschen, aber ansonsten ist der Plan top. Als naechstes solle ich meinen Laptop bekommen und waehrend ich gewartet habe, das die Sekretaerin einen Jungen aus der 12ten gerufen, mit welchem ich die ersten beiden Stunden habe, sodass er mir alles zeigen konnte. Ueber ihn hab ich dann ganz viele andere Leute kennengelernt, wirkten alle sehr nett. Da ich ne Austauschschuelerin bin, hab ich noch keinen Laptop bekommen, allerdings hab ich so alle anderen Austauschschueler getroffen, die ebenfalls auf ihren Rechner gewartet haben. Soweit ich weiss, sind wir 5 Maedchen und ein Junge. Die Meadels wirkten total nett, besonders eine aus Norwegen. Ich muss sagen, dass ich die "einheimischen" Jungs sympathischer fand als die Maedchen, aber das ist bei mir ,glaub ich, normal :D
Es gibt hier unheimlich viele Leute mit deutschen Wurzeln, oder Leute , die selber mal dort gewohnt haben.
Die Faecher sind alle toll, alsser Intro. into Engineering, aber wie gesagt, ich wechsel es. Zum Lunch sassen wir 5 Meadels dann zusammen und es kamen unglaublich viele Leute hinzu, die einfach mit uns reden wollten.
Ich kann den Tag nicht so wirkich beschreiben, aber ich war sehr gluecklich. Nur die Rueckfahrt ist etwas kompliziert. Ich muss zur Schule meiner Gastschwester fahren, sie dort abholen, dann 20 Minuten auf den Bus warten um dann noch einmal umzusteigen. Und diese Busse sind VERDAMMT laut, zumindest die Insassen -.-
Das Wochenende war ziemlich ereignisreich: Am Samstag bin ich mit meiner Gastschwester und deren Freundin in der Mall shoppen gegangen, sehr witztig. Danach haben wir die Mutter meines Gastvaters besucht. Auch sie sit sehr nett und vor allem pfiffig. Anders kann man diese Frau nicht beschreiben. Danach gings mal wieder in den Pool. Am Abend hab ich mir dann saemtliche Nachrichten aus aller Welt reingezogen, da mein Governmentteacher mir gesteckt hat, dass wir am Montag einen Test schreiben und ich keine Panik bekommen soll. Der hat gut reden :/
Dabei hatte ich dann ein sehr interessantes Gespraech mit meinem Gastvater, ueber Politik, Wirtschaft, all sowas halt und ich muss sagen, dass er sehr vernuenftig und tiefsinnig ist.
Den Sonntag haben wir zuerst mit Hausarbeit und dann mit weiteren Eikaeufen verbracht. Da hier im Haus 4 Hunde und eine Katze leben, sind ueberall Haare. Und die Amerikaner habens nicht so mit dem Putzen. Und da ich es sehr gerne sauber habe, hab ich kurzerhang die Boeden uebernommen. Ich hab allein mit dem Staubsauger einandhalb Beutel mit Sand und Haaren vollgekriegt... Jetzt weiss ich zumindest, dass es sauber ist. Danach gings in ein riesiges Einkaufscenter ca 60 Meilen von hier entfernt. Allerdings haben meine beiden Kreditkarten gestreikt, weswegen ich ertmal Deutschland kontaktieren muss, da ich nun ueberhaupt kein Geld zur Verfuegung habe. Am Abend haben meine Gastschwester und ich zusammen Gemuese-Lasangne gemacht, war sehr lecker. Oh man, mit dem Essen ist das hier so ne Sache. Zuerst hab ich drei Kilo abgenommen, weiss nicht warum. Ich hab normal gegessen usw. Durch das Wochenende, an welchem mein Gastvater das Essen gemacht hat, besonders morgens, hab ich 3 Kilo wieder drauf. Ich versuch jetzt jeden Morgen vor der Schule joggen zu gehen und in ein paar Wochen mal mit meiner Gastfamilie ueber Essen zu sprechen, da das hier ziiiieemlich fettig war.

Ok, das wars von mir.
Morgen beginnt meine erste Schulwoche und ich freu mich tierisch.
Hoffe, ich finde zwischen all den Hausaufgaben, Gitarrenstunden und Sport noch die Zeit, euch zu schreiben.
Liebe Gruesse aus Arizona,
eure Karo.

Dienstag, 19. Juli 2011

Die ersten Tage

Der Flug war wirklich anstrengend!
Es lief zwar alles glatt, ich habe keine Papiere vergessen, (yey :D ) aber der Flug von Frankfurt nach L.A war eklig. Ich bin eingeschafen und aufgewacht in der Hoffnung, vielleicht 4 Stunden geschlafen zu haben, dabei wars ne halbe :( Jede Stunde hat so ein kleines Kind geschrieen, was das Zeug haelt, man haette die Uhr danach stellen koennen. Doch das alles vergisst man schnell, wenn man ploetzlich seiner Gastfamilie gegenueber steht, welche nen Plakat, Blumen und ein wundervolles Willkommenslaecheln auf den Lippen bereithaelt. Da standen meine Betreuerin, mein Gastvater, meine Gastmutter und eine meiner Gastschwestern. Die andere arbeitet in einem Sommercamp in den Bergen und kommt erst naechste Woche wieder. Die vier haben mich sehr herzlich aufgenommen. Da ich die letzten Tage in Berlin ziemlich lange auf war, hatte ich keine wirklichen Probleme mit der Zeitumstellung. Als wir dann hier zu Hause ankamen, hab ich zuerst natuerlich mein Zimmer gesehen, es ist wundervoll. Dabei hab ich auch die vier Hunde kennengelernt, die hier auch wohnen. Einer von ihnen ist wirklich.. also ich meine WIRKLICH fett, man koennte dem Vieh einen Sattel umlegen!! Meine Familie ist sehr tierlieb, sie besitzt ausserdem noch neine Katze, Fischchen und 3 Pferde.Wir haben kurz geredet, wies mir halt so geht, wie mein Flug war etc. Ich komm gut mit dem Englisch zurecht, aber mir fehlen oft die Worte. Nachdem ich dann das ganze Haus gesehen habe, welches wirklich gross ist, gings dann ab ins Bettchen. Am naechsten Tag sind wir dann erstmal zu meiner neuen Schule gefahren, um mich anzumelden, da sie schon diesen Freitag beginnt. Nachdem wir unsere Dokumente abgegeben haben, hiess es, dass wir spaeter wiederkommen sollen. Also gings erstmal ins Target, einen rieigen Supermarkt, wo wir alle moeglichen Besorgungen gemacht haben.  Dann sind wir essen gegangen um anschliessend mein handy USA-tauglich zu machen. Da wir noch ein bisschen Zeit hatten, sind wir kurz bei Oma und Opa, so werden die Eltern meiner Gastmutter genannt, gefahren. Zwei sehr sehr sehr sympatische Personen, es war unglaublich. Da die beiden aus Deutschland sind, hab ich mich gleich ein bisschen heimischer gefuehlt.  Ich vermisse meine Familie und meine Freunde (falls ihr das lest: ich denke sehr oft an euch, in Liebe) und wenn man dann Leuten begenet, die dir so vertraut vorkommen ist es viel leichter. Oma hat mir sofort gesagt, dass ich immer zu ihr kommen kann, wenn ich Probleme habe oder einfach nur reden weil, da sie weiss, wie man sich bei so einem Auslandsjahr fuehlt, sie war ein Jahr in Grossbrittanien. Nach dieser tollen egenung gings dann ab zu meiner High School, wo ich meinen Stundenplan aussuchen wurfte. Jaaaa, aussuchen :D Ich habe drei Pflichtfaecher, Mathe, Englisch und american History und zusaetzlich hab ich dann noch engineering, also Ingenieuwissenschaften, physics, also Physik, philosophy und psychology genommen. Ich bin sehr zufrieden damit, da es mal was anderes ist, aber vor allem, da mich die ganzen Dinge total interessieren. Fuer den Nachmittag hab ich dann soccer, also Fussball genommen. Am Mittwoch ist in meiner Schule Tag der offenen Tuer, also kann ich mich mit den Klassenraemen und Lehren vertraut machen, bevor ich mich am Freitag in den Schulalltag stuerze. Am abend haben wir dann zusammen gekocht und ich hab eineReissosse gekocht, welche meiner Familie und mir selber sehr gut geschmeckt hat. Puuh, jetzt denken die, ich kann kochen :D Heute sind meine Gastschwester und ich sehr frueh aufgestanden, da wir zusammen mit Oma die Hunde ausfuehren wollten. Naja, es war eher wandern. Wir sind in den Nationalpark gefahren, wo ich zum ersten Mal ne echte, wilde Klapperschlange gesehen habe. Sie lag einfach auf dem Weg und als ich mich zu ihr hingehockt habe, hat sie sich so typisch zusammengerollt und mit dem Schwanz geklappert. Sehr aufregend! Danach sind wir zu Oma gefahren, wo wir ein superleckeres Essen gezaubert haben. Als Vorspeise ausgezeichneten Salat, danach in feine Scheiben geschnittene, rohe Kartoffeln, die man zusammen mit Zwiebeln in der geschlssenen Pfanne duenstet. Danach gings ab in den Pool, das ist bei den Temeraturen, die hier in Arizona herrschen auch noetig.
Naechsten Freitag wollen wir zum campen an einen See fahren, wo  ich ziemlich viele andere Familienmitglieder und Freunde kennenlernen werde. Wir haben riesige Wohnmobile und werden die Jetskis mitnehmen, also denke ich nicht, dass wir uns langweilen werden.

Also, die ersten drei Tage hab ich hinter mir.
Es ist alles so unglaublich spannend. Hoffe, euch gefaellts!
Liebe Gruesse aus Arizona,
eure Karo

Samstag, 16. Juli 2011

Wie alles begann...

Natürlich, aller Anfang ist klein. Auch bei mir war dieses Auslandsjahr erst nur eine Idee, die ich schnell verworfen habe. Aber irgendwie kam ich immer wieder auf den Gedanken zurück und schließlich ist mein letzter Tag hier in Deutschland, genauer gesagt Berlin, angebrochen. Aber bis hier hin wars ein langer Weg.

Zunächst einmal musste der passende Reiseveranstalter  gefunden werden. Wir, also meine Familie, bestehend aus Mutter, Vater, einem 4 Jahre älteren Bruder und meiner 16-jährigen Wenigkeit, haben uns für eine kleinere Organisation entschieden, die uns von Bekannten empfohlen wurde. Nach diversen Berwerbungsformularen und -gesprächen kam dann endlich die Bestätigung der Aufnahme in das Programm. YEAH!
Während eine Gastfamilie für mich gesucht wurde, musste ich einen Haufen Papiere ausfüllen, mich um mein Visum und viele, viele andere Dinge kümmern.
Dann, plötzlich eines Nachmittags mitten in der Woche: Ich bin gerade mit dem Essen fertig, da klingelt das Telefon. Ich nehme ab und mir wird verkündet, dass eine Gastfamilie für mich gefunden wurde! Es war ein unglaubliches Gefühl, ich war total aufgekratzt, aber vor allem glücklich. In diesem Moment habe ich zum ersten Mal realisiert, dass das alles kein Traum ist.
Neben Informationen über meine Gastfamilie, die ich in späteren Posts vorstellen werde, kamen natürlich auch Infos über den Wohnort, die Schuler, Betreuer etc.
Und dann der Schock: Ich fliege schon am 17. Juli!! Viel früher als andere Jugendlichen. Meistens geht es erst Ende August los, aber da in Arizona die Sommerferien früher enden als in anderen Staaten, flieg ich natürlich auch früher nach Amerika. Es ist schon blöd, dass einem so viel Zeit geraubt wird, immerhin haben meine Sommerferien gerade erst angefangen.
Zudem kam auch noch das Visum. Ich sag euch eins: Falls ihr vielleicht auch mal so ein Auslandsjahr machen wollt und es dann schon so weit ist, macht erledigt zuallererst diese Visumsgeschichte!
Es gibt nur 3 Konsulate in Deutschland, die die so genannten J1-Visen ausstellen und da ich in Berlin keinen Termin mehr bekommen habe, musste ich extra nach Frankfurt fliegen, um dort dieses verdammte Visum zu beantragen, nur um dann dort mehrere Stunden darauf zu warten, dass mir 3 simple Fragen wie z.B. "Wie lange wird dein Auslandsjahr dauern?" gestellt weren. Amen!

Das war letzte Woche Mittwoch. Wenn ihr bedenkt, dass ich schon heute fliege, versteht ihr, warum ich äußerst erleichtert war, als das Ding am Montag ankam. Danach hieß es nur noch Koffer packen und Abschied nehmen. Vor zwei Stunden habe ich mich von meinen besten Freunden verabschiedet. Es war grauenvoll. Das schlimmste ist, dass mein kleines Hirn nicht wahrhaben will, dass dieses Auslandsjahr wirklich stattfindet. Ich kann es einfach nicht realisieren. Bei der letzten Umarmung mit meinem besten Freund hats dann doch Klick gemacht und dann konnt ich die Tränen nicht mehr halten. Das ging dann noch eine Weile so, bis ich mich im Spiegel gesehen habe. Der Anblick war Anlass genug, um sofort damit aufzuhören.
So ein Abschied ist auch eine gute Gelegenheit, zu sehen, wer die wahren Freunde sind. Man merkt einfach wem etwas an dir liegt oder wem eine Serie im Fernsehen wichtiger ist. 

So, das ist ja ein ziemlich langer Post.
Ich hoffe, ich konnte allen einen guten Überblick verschaffen.
Heute beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich. Was da so passiert, werdet ihr bald erfahren.
Bis dahin alles Gute,
eure Karo

Der Anfang eines Abenteuers...

Hallo da draußen!
Herzlich Willkommen auf meinem Blog!
Mein Name ist Karoline und diesen Blog habe ich erstellt, um mein Leben während meines Auslandsjahres zu dokumentieren. Ich fliege schon morgen in den wunderschönen Staat Arizona in den USA, wo ich 10 Monate bei einer Gastfamilie wohnen werde.

Hoffe, euer Interesse ist geweckt... viel Spaß beim Lesen :)