Samstag, 16. Juli 2011

Wie alles begann...

Natürlich, aller Anfang ist klein. Auch bei mir war dieses Auslandsjahr erst nur eine Idee, die ich schnell verworfen habe. Aber irgendwie kam ich immer wieder auf den Gedanken zurück und schließlich ist mein letzter Tag hier in Deutschland, genauer gesagt Berlin, angebrochen. Aber bis hier hin wars ein langer Weg.

Zunächst einmal musste der passende Reiseveranstalter  gefunden werden. Wir, also meine Familie, bestehend aus Mutter, Vater, einem 4 Jahre älteren Bruder und meiner 16-jährigen Wenigkeit, haben uns für eine kleinere Organisation entschieden, die uns von Bekannten empfohlen wurde. Nach diversen Berwerbungsformularen und -gesprächen kam dann endlich die Bestätigung der Aufnahme in das Programm. YEAH!
Während eine Gastfamilie für mich gesucht wurde, musste ich einen Haufen Papiere ausfüllen, mich um mein Visum und viele, viele andere Dinge kümmern.
Dann, plötzlich eines Nachmittags mitten in der Woche: Ich bin gerade mit dem Essen fertig, da klingelt das Telefon. Ich nehme ab und mir wird verkündet, dass eine Gastfamilie für mich gefunden wurde! Es war ein unglaubliches Gefühl, ich war total aufgekratzt, aber vor allem glücklich. In diesem Moment habe ich zum ersten Mal realisiert, dass das alles kein Traum ist.
Neben Informationen über meine Gastfamilie, die ich in späteren Posts vorstellen werde, kamen natürlich auch Infos über den Wohnort, die Schuler, Betreuer etc.
Und dann der Schock: Ich fliege schon am 17. Juli!! Viel früher als andere Jugendlichen. Meistens geht es erst Ende August los, aber da in Arizona die Sommerferien früher enden als in anderen Staaten, flieg ich natürlich auch früher nach Amerika. Es ist schon blöd, dass einem so viel Zeit geraubt wird, immerhin haben meine Sommerferien gerade erst angefangen.
Zudem kam auch noch das Visum. Ich sag euch eins: Falls ihr vielleicht auch mal so ein Auslandsjahr machen wollt und es dann schon so weit ist, macht erledigt zuallererst diese Visumsgeschichte!
Es gibt nur 3 Konsulate in Deutschland, die die so genannten J1-Visen ausstellen und da ich in Berlin keinen Termin mehr bekommen habe, musste ich extra nach Frankfurt fliegen, um dort dieses verdammte Visum zu beantragen, nur um dann dort mehrere Stunden darauf zu warten, dass mir 3 simple Fragen wie z.B. "Wie lange wird dein Auslandsjahr dauern?" gestellt weren. Amen!

Das war letzte Woche Mittwoch. Wenn ihr bedenkt, dass ich schon heute fliege, versteht ihr, warum ich äußerst erleichtert war, als das Ding am Montag ankam. Danach hieß es nur noch Koffer packen und Abschied nehmen. Vor zwei Stunden habe ich mich von meinen besten Freunden verabschiedet. Es war grauenvoll. Das schlimmste ist, dass mein kleines Hirn nicht wahrhaben will, dass dieses Auslandsjahr wirklich stattfindet. Ich kann es einfach nicht realisieren. Bei der letzten Umarmung mit meinem besten Freund hats dann doch Klick gemacht und dann konnt ich die Tränen nicht mehr halten. Das ging dann noch eine Weile so, bis ich mich im Spiegel gesehen habe. Der Anblick war Anlass genug, um sofort damit aufzuhören.
So ein Abschied ist auch eine gute Gelegenheit, zu sehen, wer die wahren Freunde sind. Man merkt einfach wem etwas an dir liegt oder wem eine Serie im Fernsehen wichtiger ist. 

So, das ist ja ein ziemlich langer Post.
Ich hoffe, ich konnte allen einen guten Überblick verschaffen.
Heute beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich. Was da so passiert, werdet ihr bald erfahren.
Bis dahin alles Gute,
eure Karo

1 Kommentar:

  1. Ich finde den Text wirklich sehr süß. Viele meiner Freunde machen dieses Jahr auch nen 'etwas längeren Urlaubsausflug' :( wünsch dir auf jeden fall viel spaß und ich hoffe du postest bald die ersten Bilder :D

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