Tschuldigung, dass es so lange gedauert hat, bis ich mich mal wieder melde, aber ihr kennt das ja, in der ersten Woche nach den Ferien ist viel los.
Aber zuerst zurueck nach Colorado.
Colorado hat einfach eine atemberaubende Landschaft! Der ganze Staat scheint wie ein einziges Gemaelde zu sein. Am ersten Tag unserer Reise sind wir im Norden Arizonas angekommen, wo wir eine Berghuette besitzen. Arizona ist unglaublich vielfaeltig, bist du im Sueden hast du Wueste, bist du im Norden hast du Berge und Schnee. Ich hab mich da wirklich fast wie zu Hause gefuehlt. Am naechsten Tag gings dann durch den Staat New Mexico, hauptsaechlich duch ein Indianer-Reservat. Dieser Staat ist das absolute Gegenteil von Colorado. Du hast nur flache Flaechen und du siehst meilenweit...nichts!! Noch nicht mal nen Baum!! Um ein paar Lebensmittel zu kaufen, haben wir bei Walmart angehalten und ich hab mich gefuehlt wie in einem anderen Land, ueberall waren Indianer. Allerdings waren die modern, was so gar nicht zu meiner Vorstellung eines Indianers gepasst hat. Wir hatten etwas Pech, dass wir am 3 Oktober da waren, der Laden war ueberfuellt, da alle das Harz IV von Amerika und somit die Geldchecks bekommen haben. Der groesste Teil der Einwohner dort ist arbeitslos, mit grossen Familien um mehr Geld vom Staat zu bekommen.
Die Nacht haben wir dann in einem Campground-Haus in Durango verbracht. Eigentlich wollten wir am naechsten Morgen den Touristenzug durch die Gegend nehmen, aber es war bitterkalt ( Ich Dummi jogg' da in Shorts und Top rum), sodass wir nach Silverton, einem suessen kleinen Touristenstaedchen, umgeben von Bergen, gefahren sind. Dort hab ich mir erstmal ein warmes Sweatshirt gekauft und... OMG.. Fudge!! Das ist so eine Art Schockoladenmasse in allen moeglichen Geschmaecken und ein auserordentlich guter Ersatz fuer amerikanische Schokolade. Danach gings weiter in den Norden, bis nach Montrose, wo Todds Eltern leben. Die beiden sind sehr sympathisch, besonders Grandpa, wir haben dauernd gelacht. Am ersten Tag sind wir in den Black Canyon gefahren, ein wunderschoenes Naturkunstwerk. Aber es war unglaublich kalt und wir hatten Schnee! Im Oktober! wow. Danach sind wir zu einem Wasserfall gefahren, der sich in einem interessanten Muster durch den Stein gefressen hat. An Tag Zwei waren dann die Warmwasserquellen dran, einfach unglaublich, in 40 Grad heissem Wasser zu sein und gleichzeitig schneit es auf deinen Kopf. Am naechsten Tag sind wir mehr oder weniger ziellos durch die Stadt gefahren, mal hier mal da angehalten und bestaunt, was Montrose alles so zu bieten hat. Und dann hiess es auch schon wieder ab nach Hause, diesmal allerdings nur zwei Tage, weil wir eine andere Route genommen haben. Fall-break war wunderschoen. Ich merke allmaehlich, wie's mit meinem Deutsch hapert, ich wollte grad schoen mit h schreiben... Sprechen wird auch immer komplizierter, ich bekomme so einen schreklichen amerikanischen Akzent und hab selber Probleme, gewisse Laute auszusprechen. Alles hat seinen Preis.
Erste Woche nach den Ferien: In der Schule laesst man's erstmal langsam angehen, man will uns ja nicht ueberlasten. Sehr ruecksichtsvoll die Lehrer hier. War toll, alle mal wiederzusehen, die ersten zwei Tage waren alle hyperaktiv, wir haben in Psychologie mit MarkernStarwars gespielt. Zum Ende der Woche wurde dann jeder missmutiger, weil alle muede waren, sodass wir kaum geredet, sondern eher vor uns hinvegetiert haben wie Zombies.
Letztendlich war dann jeder gluecklich, dass Wochenende ist, am Freitag hatte ich unglaubliche Kopfschmerzen. Nach zwei Pillen und zwei Stunden Schlaf war ich dann bereit, zum homecoming der groessten Schule der Gegend anzutreten, hat sich gelohnt. Ich hab ein parr von Marias, der deutschen Austauschschuelerin, anderen Freunden kennengelernt und es war viel besser als der letzte homecoming-Ball. Diese homecomings sind praktisch meine Partyersaetze, aber je oefter ich zu einem hingehe, desto mehr vermisser ich deutsche Partys. Heute, also Sonntag sind wir zum Tucson-meet-yourself-Festival gegangen, so ahnlich wie Festival der Kulturen in Berlin, nur dass alles Staende hatte. Ich hab sogar polnisches Essen gefunden, aber es war nicht halb so gut wie ich es kenne und die Bedienung konnte kein Polnisch ^^ Danach sind wir zur 4th Avenue zum shoppen, ich hab ein Halloween-Kostuem!!! So ne Art asiatische Prinzessin, aber auf jeden Fall besser als mein unkreatives Hexenkostuem. Tut mir leid, meine Lieben, aber ich bin total muede und ich muss noch lernen, vier Tests tomorrow, happy Birthday!! -.-
Liebste Gruesse,
eure Karo
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